Nordhessen Champions

AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL: Die Zukunft liegt in der Telemedizin

Der Chefarzt der AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL Dr. med. Ole-A. Breithardt sitzt vor Schreibtisch auf rotem Stuhl.
+
Die AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL mit ihrem Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie und Rhythmologie, PD Dr. med. Ole-A. Breithardt, hat als erste Klinik in Nordhessen Herzpatienten neue Wege in der Telemedizin eröffnet.

In den AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL hat der erste Patient in Nordhessen einen Defibrillator implantiert bekommen, der telemedizinisch mit der Bluetooth-Technologie neue Wege zur ort-unabhängigen Daten- und Informationsübertragung nutzt. Einzige Voraussetzung ist ein geeignetes Smartphone.

Die AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL ist damit die erste Klinik in Nordhessen, die ihren Patienten diese neue Technik angeboten hat. Defibrillatoren „schützen vor dem plötzlichen Herztod“, erläutert PD Dr. med. Ole-A. Breithardt, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Kardiologie und Rhythmologie. Ein Defibrillator versorgt bei Herzrasen, lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen oder Kammerflimmern das Herz mit einem hochenergetischen elektrischen Impuls, um Herzschlag und Rhythmus zu normalisieren.

Der Defibrillator mit der Bluetooth-Technologie bietet Patient und Arzt Mobilität durch die ortsunabhängige Daten- und Informationsübertragung.

Direkt nach der Implantation des Defibrillators beginnt die Nachsorge mit Kontrollen alle drei bis sechs Monate. Die neue Bluetooth-Technik ermöglicht eine Übertragung der Daten unabhängig vom Ort. Das Gerät kontrolliert sich selbst und gibt Daten oder Fehler in der Technik ebenso weiter wie solche über den Herzschlag oder die körperliche Aktivität. Die Telemedizin über Bluetooth erlaubt so eine schnellere Kommunikation und eine vereinfachte Früherkennung von Herzproblemen. Informationen werden über eine spezielle App auf dem Handy datensicher an eine Webseite übertragen, die über ein Passwort für die nachbehandelnden Kardiologen einsehbar ist. „Die Patienten erhalten bei Problemen zeitnah Warnhinweise und die Fachärzte können die Daten nach der Übertragung sofort einsehen“, erläutert der Chefarzt. Egal, ob der Patient gerade in Urlaub oder zu Hause ist. Der Hauptvorteil der Bluetooth-Lösung über Smartphone „ist die Mobilität für Patient und Arzt.“

Wer die Bluetooth-Technologie und die App nutzen will, benötigt ein geeignetes Smartphone.

Hat ein Patient beispielsweise Sorgen, weil ihm der Herzschlag komisch vorkommt, ruft er den Arzt an, der jetzt die Informationen des Defibrillators unproblematisch aus der Ferne abrufen und den Patienten beraten kann. Natürlich entscheidet der Patient, wer welche Daten einsehen darf. „Die Telemedizin wird seit einigen Jahren getestet“, sagt PD Dr. med. Ole-A. Breithardt. Mittlerweile ist sie ausgereift im Hinblick auf Datenschutz und technische Sicherheit. Und sie wird „in Zukunft zum Standard werden.“ (PEN)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.