Nordhessen Champions

Räuber Bauunternehmen GmbH: Seit 65 Jahren der Bau-Allrounder für die Region Nord-/Osthessen

Gebäude der Räuber Bauunternehmen GmbH in Bad Hersfeld.
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Gebäude der Räuber Bauunternehmen GmbH in Bad Hersfeld.

Es ist 65 Jahre her, dass Firmengründer Kurt Räuber mit drei Mitarbeitern begann, Einfamilienhäuser zu bauen und kleinere Sanierungen auszuführen. 

Das Büro im Wohnzimmer, das Lager im Hof des Einfamilienhauses in Reckerode und die Familie als tatkräftige Unterstützung. „Selbst und ständig“ ist die Devise für alle und zahlt sich in den Folgejahren aus: Die Anschaffung des ersten Baggers ermöglicht, auch im Tiefbau Aufträge anzunehmen. So entsteht die Zusammenarbeit mit den öffentlichen Auftraggebern der Region, die bis heute anhält und in der Unternehmenstradition fest verankert ist.

Der Wohnzimmertisch wird für das wachsende Unternehmen schnell zu klein. 1974 erfolgt der Umzug auf das Betriebsgelände in Bad Hersfeld. Es bietet bis heute Platz für die weitere Unternehmensentwicklung: Den Bau einer Lagerhalle, einen wachsenden Maschinenpark, Werkstatt und Tankstelle und die nötigen Erweiterungen des Bürogebäudes.

Mit dem Eintritt der zweiten Generation ins Unternehmen werden neue Geschäftsfelder erschlossen. In dem Wunsch, die wachsende Bautätigkeit mit einer optimalen Dienstleistung für Kunden aus Industrie und Gewerbe zu verbinden, gründet Dipl. Ing. Helmut Räuber die Räuber Bau- und Grundstücksgesellschaft. Seit 1985 ergänzen so Projektentwicklung und der schlüsselfertige Bau von Wohnanlagen, Industrieobjekten und Geschäftsgebäuden das Angebot der Unternehmensgruppe.

Schlüsselfertiger Neubau einer Logistikhalle in Friedewald.

1990 erfolgt ein Schritt, der sich bis heute als Glücksgriff erweist: Helmut Räuber übernimmt die Meliorationsgenossenschaft in Stregda nahe Eisenach. Die Stregda Bau GmbH & Co. KG gehört heute zum Firmenverbund und ist für Industrie, öffentliche und private Auftraggeber in Westthüringen ein fester Partner.

Mit der Übernahme der Geschäftsführung trifft Helmut Räuber zudem die grundsätzliche Entscheidung die Unternehmensgruppe regional aufzustellen. Auf deutschlandweite Aufträge wird zu Gunsten einer überwiegend regionalen Tätigkeit bewusst verzichtet, das Hauptaugenmerkt liegt auf Nord- und Osthessen sowie Westthüringen. „Für ein wachsendes Bauunternehmen war dies durchaus ein mutiger Schritt. Es bedeutet, sich immer mit dem zu beschäftigen, was in der Region gerade entsteht. Lässt Hessen Mobil Straßen erneuern, werden wir Straßenbauer. Werden in Bad Hersfeld Renaturierungen durchgeführt, werden wir Wasserbauer. Baut Kali + Salz Deponieabdichtungen, werden wir Deponiebauer. Erweitert Hermes seine Hallen werden wir Ingenieurbauer“, erklärt Geschäftsführer Rolf Räuber. „Diese Flexibilität ist eine Herausforderung. Sie wird jedoch mit großem Einsatz und Know-How von all unseren Mitarbeitern getragen. Für die einzelnen Bereiche gibt es natürlich Spezialisten im Unternehmen. Und für unsere Kunden ist es ein großer Vorteil einen Partner zu haben der gewerkübergreifende Lösungen erarbeiten und umsetzen kann, ohne ständig auf den nächsten Nachunternehmer warten zu müssen.“

Kommunikation als ein Schlüssel zum Erfolg.

Zudem können die gut 180 Mitarbeiter durch die regionale Ausrichtung fast immer bei ihren Familien sein – Auswärtstätigkeiten sind bis heute eher eine Ausnahme im Unternehmen.

2010 folgt, nahezu zeitgleich mit dem wohlverdienten Ruhestand des Firmengründers nach 54 Jahren, die dritte Generation ins Unternehmen. Die Geschwister ergänzen sich gut: „Ich arbeite lieber im Hintergrund und kümmere mich um die kaufmännischen und organisatorischen Dinge“ sagt Prokuristin Eva Räuber. Alles, was mit Bauen, Maschinenpark und Technik zusammenhängt, liegt hingegen bei Dipl. Ing. Rolf Räuber, der nach dem Tod von Helmut Räuber seit dem letzten Jahr auch die Geschäftsführung innehat.

Die Baubranche hat Corona recht gut überstanden. „Uns hat es vor allem an persönlichen Kontakten gefehlt“ so der Geschäftsführer. „Man ist es gewohnt mit seinen Kunden im direkten Austausch zu stehen. Probleme löst man am besten bevor sie entstehen und das geht persönlich immer noch am besten. Außerdem möchten wir mit unseren Mitarbeitern gerne mal wieder gemeinsam feiern und Spaß haben. Ich hoffe, dass wir dies zu unserem diesjährigen 65. Jubiläum auch tun können, soweit Corona es zulässt“. (NH)

Straßen- und Wegebau für öffentliche und private Auftraggeber.

65 Jahre „Bauen für Mensch und Umwelt“
Leistungsbereiche, die heute von der Unternehmensgruppe abgebildet werden können:
• Alle Bereiche des Hoch-, Tief-, Straßen- und Ingenieurbaus
• Sanierung von Wohn- und Indus-triegebäuden
• Projektentwicklung und schlüsselfertiger Bau von Hallen und Gebäuden
• Bodenverbesserung
• Deponieabdichtungen
• Baustoffgewinnung und -recycling

65 Jahre Ausbildung
Das Unternehmen ist stolz auf die lange Betriebszugehörigkeit vieler Mitarbeiter, die zum Teil schon als Auszubildende im Unternehmen begannen:
• Duales Studium Bauingenieurwesen
• Kaufm. Ausbildung
• Straßen- und Tiefbaufacharbeiter
• Maurer- Stahlbetonbauer
• Vermessungstechniker
• Weiterbildung zum Polier

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