Spielverderber

Diese Firmen verbieten ihren Mitarbeitern die Pokémon-Jagd

München - Das Spiel "Pokémon Go" erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Nun untersagen erste Unternehmen in Deutschland ihren Angestellten das Fangen der virtuellen Monster.

Der Hype um "Pokémon Go" geht in eine neue Runde. Laut verschiedenen Medienberichten verbieten einige deutsche Firmen ihren Mitarbeitern die Jagd der kleinen Monster am Arbeitsplatz, darunter Bosch, Daimler, Thyssen Krupp, Volkswagen, Evonik und BASF. Die Beschäftigten wurden in den vergangenen Tagen darauf hingewiesen, dass während der Arbeit und auf den Werksgeländen das Spielen untersagt sei.

Keine Monsterjagd mit dem Diensthandy

Die "Bild" veröffentlichte ein Schreiben von VW, dass am Dienstag an alle Mitarbeiter herausgegeben wurde. Dort wird auf die allgemeinen Risiken des Spiels, wie der bereits häufig kritisierte Datenschutz hingewiesen. Außerdem wird die klare Anweisung gegeben: "Pokémon Go nicht während der Arbeitszeit und nicht auf den Werks/- Betriebsgeländen". 

Die App darf nicht auf Dienstgeräten installiert werden, außerdem wird an das Fotografierverbot auf dem Werkgelände erinnert. Im Rahmen der "Augmented Reality"-Funktion greift Pokémon Go nämlich auch auf die Kamera des Smartphones zu. 

Das Spiel verstößt wohl gegen die Sicherheitsregelungen

Bei ThyssenKrupp gab es eine ähnliche Rundmail mit dem Titel "Don't Pokémon and work" an die Beschäftigten. "Wir machen das aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, weil eine Ansprache mit Augenzwinkern eine höhere Akzeptanz und somit auch die bessere Wirkung erzielt", so ein Sprecher zu "Bild". 

Auch der Chemiekonzern BASF teilte seinen Mitarbeitern mit, das Spiel sei nicht mit den bestehenden Regeln zum Daten- und Informationsschutz vereinbar, berichtet die "Stuttgarter Zeitung". Pokémon Go benötigt unter anderem die Standort-Daten der Spieler. Vermutlich befürchten die Unternehmen außerdem, dass die Konzentration und die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter unter dem Spiel leiden.

Nicht alle wollen Spielverderber sein

Ganz anders lautet die Devise des Energieversorgers EnBW. Ein Sprecher sagte zur "Stuttgarter Zeitung": "Unsere Mitarbeiter dürfen spielen". Auf dem frei zugänglichen Teil des Firmengeländes gäbe es nämlich mehrere Pokéstops zu entdecken. Da das Spiel nämlich den Handyakku der Pokémon-Jäger starkt belastet, hat EnBW eine mobile Ladestation entwickelt, um den Spielspaß zu verlängern.

Übrigens: Auch Superstar Rihanna stellte klar, dass sie während ihren Konzerten keine Jagd nach den virtuellen Monstern duldet

Rubriklistenbild: © dpa

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