DIHK-Umfrage: Fast die Hälfte der Firmen investiert im Ausland

Daimler-Werk in Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama. Foto: Daimer

Frankfurt/Berlin (dpa) - Deutsche Unternehmen sehen ihre Chance immer häufiger im Ausland. Fast die Hälfte (47 Prozent) der Unternehmen gaben in der jüngsten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) an, in diesem Jahr im Ausland zu investieren.

Das berichtete die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag). Dies sei laut DIHK der höchste Wert, der bei der jährlichen Studie jemals gemessen wurde. Wichtigste Zielregionen dieser Investitionen seien die großen EU-Länder, China und Nordamerika.

Der DIHK hält es für bedenklich, dass inzwischen wieder ein wachsender Anteil der Unternehmen ihre Auslandsinvestitionen mit zu hohen Produktionskosten im Inland begründe.

Insgesamt 23 Prozent der im Ausland investierenden Unternehmen führten Kostengründe für ihre Entscheidung an. Dies sind zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Dies bedeute "Investitionsverzicht und zumindest mittelfristig weniger Beschäftigung an heimischen Standorten", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier der Zeitung.

Eine von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) berufene Expertenkommission will heute (Montag/10.00 Uhr) in Berlin Vorschläge zur Stärkung der öffentlichen und privaten Investitionen in Deutschland vorlegen.

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