DIW-Sorge: Handelskrieg zwischen USA und China?

Berlin - Die Wechselkurs-Streitigkeiten zwischen China und den USA gefährden aus Sicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) die Weltwirtschaft.

“Ein Handelskrieg zwischen beiden Ländern würde einen herben Rückschlag für die Konjunktur bedeuten“, teilte das DIW am Mittwoch mit. Auch Deutschland drohe wegen schnell steigender Importe eine Schuldenfalle im China-Handel.

Die USA und die EU werfen der Volksrepublik vor, ihre Währung, den Yuan, niedrig zu halten, um ihre Produkte auf dem Weltmarkt zu verbilligen. Washington brachte inzwischen Strafzölle auf den Weg, um chinesische Produkte in den USA zu verteuern. Die Europäer verlangten am Dienstag in Brüssel eine Aufwertung des Yuan.

Der Streit um den Wechselkurs zwischen Dollar und Yuan hat sich in den vergangenen Monaten deutlich verschärft. Nach Berechnungen des Peterson Instituts für Internationale Wirtschaft (IIE) in Washington D.C. ist die chinesische Währung zwischen 15 und 40 Prozent unterbewertet und steht so einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in den Vereinigten Staaten im Wege.

Die US-Regierung sieht im unterbewerteten Yuan die Ursache für die großen Defizite im Außenhandel mit China. Seit dem Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation (WTO) habe sich der Handelsbilanzüberschuss gegenüber den USA von 103 Milliarden Dollar 2002 auf 268 Milliarden US-Dollar 2008 mehr als verdoppelt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.