Was Verkehrsminister Dobrindt plant:

Auch kleine Bahnstationen sollen behindertengerecht werden

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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU).

Nürnberg - Nach Vorstellungen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sollen künftig auch kleinere Bahnstationen behinderten- und rollstuhlgerecht ausgebaut werden.

Bisher kamen dafür nur Stationen mit mindestens 1000 Fahrgästen am Tag infrage. „Ich würde mir aber wünschen, dass auch kleinere Stationen barrierefrei gestaltet werden“, sagte der Minister am Montagabend bei einem Empfang zum 180. Geburtstag der deutschen Eisenbahn in Nürnberg. Er frage sich, ob da nicht auch die Bundesregierung finanziell mehr leisten müsse, sagte er.

Am 7. Oktober 1835 war zwischen den Nürnberg und Fürth die erste deutsche, mit Dampf betriebene Eisenbahn verkehrt. Seit vergangenem Jahr organisiert der Freistaat Bayern aus diesem Anlass alljährlich einen sogenannten Eisenbahnempfang.

Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) appellierte an Bahnchef Rüdiger Grube, endlich die Elektrifizierung des bayerischen Eisenbahnnetzes voranzutreiben. „Hier haben wir großen Nachholbedarf in Bayern“, unterstrich Herrmann. Im Freistaat seien gerade mal 52 Prozent der Bahnstrecken mit Oberleitung ausgestattet. Bayern liege damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 58 Prozent. In Österreich seien es sogar 68 Prozent, in der Schweiz gar 95 Prozent.

Während im Straßenverkehr immer wieder die E-Mobilität mit Elektroautos propagiert werde, würden die entsprechenden Möglichkeiten der Bahn bei weitem nicht ausgenutzt. „Auf der Schiene ist alles vorhanden, wir brauchen nur noch die Oberleitungen. Das ist nicht nur verkehrspolitisch, sondern auch umweltpolitisch ein ganz wichtiges Thema“, betonte Herrmann.

dpa

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