Die Do‘s und Don‘ts der Bewerbung: Das Anschreiben

Für die meisten Bewerber ist es der schwierigste Teil einer Bewerbung: Das Anschreiben. Svenja Hackenbroich, Senior Manager Vocational Training bei der SMA Solar Technologie AG, gibt Tipps, wie man es richtig macht.

Svenja Hackenbroich, Senior Manager Vocational Training, SMA Solar Technologie AG

Im Anschreiben haben Sie die Möglichkeit, all das zu schildern, was weder im Lebenslauf noch in Zeugnissen zu finden ist. Hier erklären Sie, was Sie von anderen Bewerbern unterscheidet. Denn Bewerben ist gewissermaßen Selfmarketing. Informieren Sie sich zuvor, was dem Unternehmen wichtig ist (zum Beispiel auf der Homepage), bevor Sie mit dem Anschreiben beginnen und heben Sie ihre Stärken genau in diesen Bereichen hervor.

Adressat und Betreff

Achten Sie darauf, dass Sie den richtigen Adressaten anschreiben. Ein falscher Empfänger im Adressfeld lässt Rückschlüsse auf Ihre Sorgfalt zu.

Ein ebenso großes No-Go ist es, das falsche Berufsbild in die Betreffzeile zu schreiben (z.B.: Bewerbung in einem Kindergarten: Bewerbung um die Stelle als Medizinisch technische Assistentin).

In der Kürze liegt die Würze

Das Anschreiben sollte kurz, prägnant, aber trotzdem informativ sein (max. eine Seite). Der Leser möchte etwas erfahren, das ihn überzeugt, dass genau Sie der Richtige für diese Stelle sind. Beschreiben Sie deshalb Ihre Motivation für das angestrebte Berufsbild im Unternehmen. Vermeiden Sie unnötige Redundanzen: Ein Anschreiben soll nicht den gesamten Lebenslauf wiedergeben.

Von großem Interesse hingegen ist Ihre persönliche Einschätzung, welche Eigenschaften Sie mitbringen, die Sie für den Beruf qualifizieren. Verwenden Sie die Eigenschaften nicht in Form von „Klischee-Formulierungen“ wie „ich bin teamfähig, kreativ und organisiert“. Für sich allein stehen diese Adjektive als Behauptungen dar. Dagegen glaubhaft vermitteln können Sie es, indem Sie Ihre Eigenschaften anhand konkreter, bereits erlebter Situationen und Erfahrungen beschreiben.

Mein persönlicher Tipp: Vermeiden Sie typische Formulierungen aus Bewerbungsratgebern wie: „Hiermit bewerbe ich mich als ...“ - die kennen die Leser. Nutzen Sie Ihre Kreativität und beginnen Sie damit, was Sie an der Stelle bzw. dem Unternehmen interessiert. Und auch wenn Sie das Anschreiben von Ihren Eltern korrigieren lassen, denken Sie bitte daran, dass es Ihr persönliches Anschreiben bleiben sollte. (psh)

Rubriklistenbild: © privat/nh

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.