Merkel unterstreicht Eigenständigkeit der EZB

Draghi verbittet sich Einmischungen aus Deutschland

+
Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB).

Berlin - Angesichts der Kritik aus CDU und CSU an der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Eigenständigkeit der EZB unterstrichen.

Dieser Grundsatz habe ihre volle Unterstützung, sagte Merkel am Donnerstag nach einem Treffen mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte in Eindhoven. Zugleich bezeichnete die Kanzlerin die deutsche Debatte über die Zinspolitik der EZB als legitim. Dies dürfe aber nicht als Einmischung in die Entscheidungen der Bank gewertet werden.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte sich zuvor gegen die Kritik deutscher Politiker verwahrt. "Wir haben ein Mandat für die Sicherung der Preisstabilität in der gesamten Eurozone und nicht nur in Deutschland", sagte er am Donnerstag. "Wir gehorchen dem Gesetz, nicht den Politikern, weil wir unabhängig sind."

Zuletzt hatten insbesondere Vertreter von CDU und CSU Draghi unverhohlen wegen seiner Niedrigzinspolitik kritisiert. Die EZB hatte den Leitzins für die Eurozone im März auf das historische Tief von 0,0 Prozent gesenkt und angekündigt, ihr Anleihekaufprogramm auszuweiten. Am Donnerstag verteidigte Draghi das Vorgehen.

afp

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.