Dreiklang der Nachhaltigkeit

Auf die Gäste des Logistik-Tags 2012 wartet ein informatives Programm: Die Veranstaltung befasst sich mit dem Thema „Logistik im Dreiklang der Nachhaltigkeit – Soziales, Ökologie, Ökonomie“, zu dem renommierte Referenten sprechen werden. (Foto: nh)

Demografischer Wandel und Nachwuchskräftesicherung, Klimaschutz und alternative Antriebssysteme, Green Logistics und Wahl der Verkehrsträger, Kunden-Lieferanten-Beziehung und Optimierung einer gemeinsamen Supply Chain … Die Auflistung der Herausforderungen mit der sich die Logistikbranche seit geraumer Zeit und zukünftig verstärkt auseinanderzusetzen hat, kann endlos weitergeführt werden. Sie zeigt aber eins eindeutig: die Logistik, mit 2,75 Millionen Beschäftigten in Deutschland die Drittgrößte Branche, befindet sich im Wandel, der sowohl auf sozialen und ökologischen als auch ökonomischen Einflüssen beruht.

Die Lage ist gut – Nordhessen

Nordhessen ist mit seiner zentralen Lage und der hervorragenden Infrastruktur, die in den nächsten Jahren durch Lückenschlüsse (A44, A49) und dem Ausbau des Flughafens Kassel-Calden noch leistungsfähiger wird, der ideale Distributionsstandort für Deutschland und auch Europa. Aufgrund dieser Vorzüge ist das Alleinstellungsmerkmal der Region die späteste Cut-Off-Zeit. „Jeder zehnte Beschäftigte in Nordhessen ist in der Logistik tätig. Seit 2004 sind in diesem Bereich 7000 neue Arbeitsplätze entstanden“, sagt Michael Kluger, Leitung Mobilität im Regionalmanagement.

Daher widmet sich der Logistik-Tag in diesem Jahr mit jeweils einem Themenblock den Schwerpunkten „Soziales“, „Ökologie“ und „Ökonomie“. Es konnten zahlreiche Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft als Referenten gewonnen werden. Über die dargestellten Lösungsansätze und Denkanstöße kann das Fachpublikum anschließend mit den Referenten diskutieren. Neu in diesem Jahr ist die Integration eines ImmobilienTalks, in dem aktuelle und zukünftige Entwicklungen unter ökologischen und ökonomischen Aspekten diskutiert werden.

Die Eröffnung

Florian Rentsch, Hess. Minister für Verkehr, Wirtschaft und Landesentwicklung, wird die Veranstaltung eröffnen und ein Grußwort an die Teilnehmer senden. „Wir freuen uns, dass Staatsminister Rentsch die Möglichkeit nutzt und kurz nach seinem Amtsantritt auf dem Logistik-Tag 2012 die herausragende Bedeutung des Logistikstandortes Nordhessen unterstreicht“, sagt Regionalmanager Holger Schach, der als Veranstalter ebenfalls einige Worte an die Teilnehmer richten wird. Anschließend wird Prof. von der Gracht den Wandel durch den Dreiklang in der Logistik ganzheitlich darstellen und daraus Chancen für die Zukunft ableiten. Er liefert mit seinem Beitrag einen Impuls für die Themenfelder des Kongresses und betrachtet dabei den gesamten Dreiklang in der Branche und die inhaltlichen Verflechtungen.

Der soziale Aspekt

Im Themenblock „Soziales“ werden die Herausforderungen im Bereich Personal verdeutlicht und über einen Vergleich die Ähnlichkeit der Problematik übergreifend über alle Unternehmensgrößen dargestellt. Sowohl die im DAX gezeichnete K+S Gruppe und die mittelständische Zufall Gruppe haben gleichartige Aufgabenstellungen und widmen sich diesen

individuell. „Das Thema Nachwuchssicherung in der K+S Gruppe nimmt, wie in der Logistikbranche, einen immer höheren Stellenwert ein. Aufgrund des demografischen Wandels in Deutschland müssen wir uns noch strukturierter um die Sicherung von qualifiziertem Nachwuchs kümmern“, sagt Dr. Thomas Nöcker, Mitglied des Vorstandes bei K+S. Abgerundet wird der Themenblock von Prof. Gerdum Enders, der in seiner Funktion als Professor für Designmarketing das Thema unter der provokativen Fragestellung „Der Zukunftscode – wodurch unterscheiden Sie sich morgen vom Wettbewerb?“ aufnimmt.

Der ökologische Aspekt

In diesem Teil beschäftigt sich der Kongress mit konkreten Erfahrungen im Umgang mit alternativen Antrieben. Am Beispiel der Ludwig Meyer GmbH & Co. KG werden die Erfahrungen zum im Einsatz befindlichen Erdgas- und Hybrid-Antrieb vorgestellt. Roland Dold, Daimler AG Stuttgart, stellt Innovationen und Trends in der Nutzfahrzeugindustrie vor und beschränkt sich dabei nicht nur auf eine Alternative. Abschließend wird Prof. Dr. Paul Wittenbrink sich in seinem Vortrag der Bedeutung, Messung und Umsetzung von „Green Logistics“ widmen und zugleich Wettbewerbs- und Kostenvorteile aufzeigen.

Der ökonomische Aspekt

Bei aller ökologischen Berücksichtigung darf der wirtschaftliche Aspekt nicht vernachlässigt werden. René Stöcker von der Hellmann Worldwide Logistics GmbH & Co. KG äußert sich zu den Verkehrsträgern Straße/ Schiene und stellt diese gegenüber. „Unser Ziel ist es, trotz wachsenden Verkehrs Emissionen deutlich zu reduzieren. Das erreichen wir, indem wir umweltfreundliche Straßentransporte forcieren, aber auch Projekte wie das „Grüne Netzwerk“, erkärt Dr. Hansjörg Rodi, Vorstandsvorsitzender der Schenker Deutschland AG, „Dabei geht es um eine längerfristige Verlagerung der Warenströme von der Straße auf die Schiene und von der Luft- auf die Seefracht“, sagt Dr. Rodi weiter. Inwieweit sich die Wahl des Verkehrsträgers oder intensivierte Netzwerkarbeit innerhalb von Kunden-Lieferantenbeziehungen ökonomisch auswirken, wird unter anderem im Themenblock „Ökonomie“ diskutiert.

Die Immobilienwirtschaft

„Da sich die Auswirkungen nicht nur auf die Logistik-, sondern auch auf die Immobilienwirtschaft beziehen und die Region auch auf der Expo Real 2012 im Oktober präsent ist, haben wir den ImmobilienTalk in das Programm integriert“, berichtet Kathrin Laurier, Projektleitung Standortmarketing. In kurzen und kompakten Gesprächsrunden während der beiden Kaffeepausen können sich interessierte Teilnehmer des Logistik-Tages 2012 über die Entwicklungen im Immobiliengeschäft austauschen und diskutieren. Die Moderation des ImmobilienTalks übernimmt Alexandra May, Immobilienökonomin und freie Journalistin. „Wie grün kann eine Immobilie sein?“, „Wie entwickeln sich Mietpreise?“ und „Welche Stellschrauben existieren, um eine Immobilie effizient zu machen?“ sind nur einige Fragen, die behandelt werden.

Die Ausstellung

Neben dem Kongress findet eine begleitende Fachausstellung statt, die sich im direkten Umfeld des Kongresses befindet. Hierbei präsentiert sich nicht nur die Region Nordhessen mit seinen sofort verfügbaren Logistikflächen, sondern zahlreiche Unternehmen mit ihren Dienstleistungen und Produkten. Nutzen Sie die Gelegenheit zum Austausch unter Fachleuten zu den Themen des Kongresses und der Branche. „Der Magna Park Kassel ist unser erfolgreichster Logistikpark auf dem europäischen Kontinent. Unsere Kunden schätzen die Standortvorteile wie die direkte Autobahnanbindung und zentrale Lage in Deutschland. Daher ist es für uns wie auch in den vergangenen Jahren wichtig, als Aussteller auf dem Logistik-Tag präsent zu sein“, sagt Ingo Steves, Geschäftsführer Gazeley Germany GmbH.

NH L

E Internet: www.logistiktag.de

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