Entscheidung diese Woche

E-Antrieb: Fertigung in VW-Werk Baunatal?

Baunatal. Für das Volkswagen-Werk Kassel ist dies die Woche der Entscheidung: Der VW-Vorstand wird festlegen, wo künftig die Antriebe für die E-Fahrzeuge gebaut werden.

Und: Das Werk in Baunatal hat nach Informationen der HNA beste Chancen, den Zuschlag zu bekommen. „Wenn wir diesen Auftrag kriegen, dann ist das ein Beitrag nicht nur zur Standortsicherung, sondern zum Ausbau bis ins nächste Jahrzehnt“, so ein VW-Insider in Baunatal.

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Darum geht es: Im VW-Konzern gab es über lange Zeit eine heftige Debatte darum, ob im Konzern eine eigene Fertigung für Elektro-Motoren aufgebaut wird oder ob die Komponente E-Antrieb von einem anderen Hersteller zugekauft werden soll. Stärkster Konkurrent: Toshiba.

Dem Vernehmen nach haben sich die Vertreter, die für den Aufbau einer eigenen Fertigung stimmten, durchgesetzt. In Baunatal müssten dann im Werk innerhalb der nächsten Monate Kapazitäten geschaffen werden, die einen Ausbau der Produktion bis zum Serienstart zuließen.

Im kommenden Jahr startet zunächst der Flottenversuch mit 80 E-Fahrzeugen, die Kassel bestückt. Derzeit zählt die Mannschaft, die in Baunatal allein am E-Antrieb arbeitet, etwa 70 Mitarbeiter. 2013 wird VW den Up! blue-e-motion und den Golf blue-e-motion „in größeren Stückzahlen“ auf die Straße bringen. Mehr verriet der Konzern bislang nicht.

Auto-Experten gehen davon aus, dass der Marktanteil der E-Fahrzeuge in den nächsten Jahren kontinuierlich steigen wird. 2020 soll der Anteil in Deutschland zwischen 1,5 und zwei Prozent liegen, hatte vor Monaten VW-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg geschätzt. Bei rund drei Millionen Neuzulassungen wären dies pro Jahr 60 000 reine E-Fahrzeuge in Deutschland. Davon würde gemäß dem Marktanteil in Deutschland ein Viertel bis zu einem Drittel auf VW entfallen.

Von Martina Wewetzer

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