EADS und Boeing: Letzter Schliff für Tanker-Angebote

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EADS und Boeing geben ihre Angeboten für die Tankflugzeuge für die US-Luftwaffe ab.

New York - Bald will die US-Luftwaffe über den milliardenschweren Auftrag für neue Tankflugzeuge entscheiden. EADS und Boeing legen letzte Hand an ihre Angebote - es geht um mindestens 35 Milliarden Dollar.

Letzter Feinschliff an den Angeboten für den “Jahrhundertauftrag“ der US-Air Force: Boeing und die Airbus-Mutter EADS müssen ihre Unterlagen bis zum 11. Februar auf den neuesten Stand bringen und einreichen. Es geht um die Lieferung von 179 Tankflugzeugen im Wert von mindestens 35 Milliarden Dollar. Mit möglichen Folgeaufträgen könnten daraus 100 Milliarden Dollar werden.

Zu Wochenbeginn hatten sich die beiden einzigen verbliebenen Anbieter mit Vertretern des Militärs getroffen. “Das war unsere letzte Möglichkeit, Rückmeldung von der Luftwaffe zu bekommen“, schrieb Boeing-Sprecher Bill Barksdale in einem Firmenblog. “Basierend auf dem Feedback nehmen wir letzte Änderungen an unserem Angebot vor.“

Seit Jahren gibt es Streit um den Megaauftrag. Mittlerweile läuft schon die dritte Ausschreibungsrunde. Jedes Mal kippte die Politik nach heftigen Querelen die Entscheidung. Insgesamt muss die Air Force 534 Tanker und Frachtmaschinen ersetzen, die noch Präsident Dwight D. Eisenhower kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs angeschafft hatte.

EADS hat mit der KC-45 die modernere und größere Maschine im Rennen, Boeing reklamiert für seinen NewGen Tanker geringere Sprit- und Wartungskosten. Der Haus- und Hoflieferant der Air Force hatte bereits vor einem halben Jahrhundert die KC-135 gefertigt, die nun ausgemustert wird.

Die EADS KC-45 ist vom Verkehrsjet Airbus A330 abgeleitet und ist bereits in anderen Luftwaffen im Einsatz. EADS würde bei einem Zuschlag eigens ein Werk in Mobile (Alabama) bauen und dort auch Frachtmaschinen fertigen. Der NewGen Tanker basiert auf dem Verkehrsjet 767 aus den 1980er Jahren. Um das Flugzeug aufzuwerten, hat Boeing ihm das Cockpit des neuen “Dreamliners“ 787 verpasst.

dpa

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