Sparmaßnahmen

EADS-Chef Enders: Jobabbau ist notwendig

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Angeblich will EADS-Chef Tom Enders 20 Prozent der Stellen in der Rüstungssparte streichen.

München - EADS wird demnächst Airbus heißen. Doch nicht alle Sparten florieren so wie das Flugzeuggeschäft. In der Rüstung muss der Luft- und Raumfahrtriese sparen und streichen. Das wird Arbeitsplätze kosten.

EADS-Chef Tom Enders hat erneut bekräftigt, dass der Umbau des schwächelnden Rüstungsgeschäfts des Luftfahrtkonzerns nicht ohne Stellenabbau auskommen wird. Es habe Konsequenzen für Arbeitsplätze, wenn Rüstungsaufträge ausbleiben oder gekürzt werden, sagte Enders dem Magazin der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, „vbw-Unternehmermagazin“. Zahlen nannte Enders nicht.

Nach dpa-Informationen aus der vergangenen Woche plant EADS nach der Zusammenlegung der bisherigen Rüstungssparte Cassidian mit der Raumfahrttochter Astrium zur neuen Einheit Airbus Defence & Space die Streichung von bis zu 20 Prozent der Stellen dort. Das würde einem Abbau von bis zu 8000 Jobs entsprechen. Das Unternehmen äußerte sich bislang nicht zu Zahlen und betonte, es gebe noch keine Entscheidung.

Am 9. Dezember will EADS die Pläne für den Umbau vorstellen. Dabei könnten neben Zahlen auch Standorte genannt werden. So erwägt EADS nach dpa-Informationen die Schließung des Standorts Unterschleißheim. Nach der Bildung der neuen Sparte werde der bisherige Cassidian-Sitz im Norden Münchens überflüssig, hieß es in unternehmensnahen Kreisen, die einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag) bestätigten.

Demnach solle die Zentrale der neuen Sparte Airbus Defence & Space in Ottobrunn im Münchner Süden gebündelt werden. Der Konzern selbst wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem Thema äußern. Wie viele Arbeitsplätze durch die Zusammenlegung wegfallen könnten, ist noch unklar. In Unterschleißheim arbeiten derzeit rund 1400 Menschen.

dpa

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