Eigener Herd ist Goldes wert - Finanzwoche Teil 4

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Gut jeder zweite Bundesbürger im Alter von 20 bis 30 Jahren ist am Erwerb von Wohneigentum zumindest interessiert: Jeder Vierte aus dieser Altersgruppe hat bereits öfter über die eigene Immobilie nachgedacht und schon konkrete Vorstellungen dazu entwickelt.

Wohneigentum spielt für die meisten Bundesbürger gerade heute eine wichtige Rolle. Zum einen geht es um ideelle Werte wie Sicherheit und Unabhängigkeit, zum anderen aber auch um eine besonders solide Form der Altersvorsorge.

Außerdem ist eine Immobilie auch eine Form der Geldanlage, wenn man es beispielsweise vermietet. Auch junge Menschen in Deutschland bauen immer öfter auf den Besitz einer Immobilie, das ergab eine repräsentative GfK-Umfrage im Auftrag einer großen Versicherung.

Elf Prozent der 20- bis 30-Jährigen wohnen demnach schon in den eigenen vier Wänden, gut jeder Zweite ist an einem Eigenheim zumindest interessiert. Jeder Vierte aus dieser Altersgruppe hat bereits öfter über die eigene Immobilie nachgedacht und konkrete Vorstellungen dazu entwickelt. Lediglich sechs Prozent möchten kein Wohneigentum haben. Sieben Prozent sind noch unentschlossen. „Wir stellen fest, dass sich zunehmend junge Menschen für die eigenen vier Wände entscheiden“, betont Dr. Peter Haueisen, Leiter des Bereichs Baufinanzierung bei der Versicherung.

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Wenn es um Informationen geht, wie sich der Traum von den eigenen vier Wänden realisieren lässt, bevorzugen 76 Prozent der 20- bis 30-Jährigen Gespräche mit Freunden und der Familie. Fast genauso wichtig ist das Internet: Es dient bereits 72 Prozent als Informationspool auf dem Weg zum Eigenheim. Rund jeder Dritte zieht gezielt Webseiten von Baufinanzierungsanbietern zurate. Blogs und Onlineforen werden dagegen nur von 19 Prozent als Quelle zur Informationsbeschaffung genutzt. 74 Prozent der angehenden Eigenheimer surfen, um Immobilienangebote im Netz zu recherchieren, 71 Prozent suchen im Internet nach Informationen zu staatlichen Fördermitteln. Webhinweise zum energieeffizienten Wohnen sind bei 67 Prozent der 20- bis 30-Jährigen gefragt.

Onlinerecherche ja – Onlineabschluss nein

37 Prozent derjenigen, die konkret mit dem Gedanken an die eigene Immobilie spielen, können sich vorstellen, eine Baufinanzierung eventuell online abzuschließen. Ganz sicher sind sich aber lediglich sieben Prozent. Dagegen sprechen sich 44 Prozent aus dieser Gruppe definitiv gegen einen Onlineabschluss aus. „Wer in die eigenen vier Wände einziehen möchte, tut gut daran, wenn er sich auf unterschiedlichen Wegen Informationen beschafft und mehrere Angebote einholt und vergleicht“, sagt Peter Haueisen. „Eine immer wichtigere Rolle bei der Recherche spielt das Internet, das für einen ersten Überblick eine Fülle von Daten bereithält. Diese Informationen zu bewerten, fällt allerdings den meisten schwer – vor allem dann, wenn es die erste Immobilienfinanzierung ist.“

Persönliches Gespräch

Oftmals handelt es sich für viele Menschen um eine der größten und wichtigsten finanziellen Entscheidungen ihres Lebens. Daher entscheiden sich auch junge Leute oft gegen einen Onlineabschluss und für ein persönliches Beratungsgespräch, in dem die finanzielle Machbarkeit geklärt, der individuelle Kostenplan erstellt und die persönlich beste Baufinanzierung gefunden werden kann. (djd/pt)

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