Opel: 1.800 Beschäftigte müssen gehen

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Bochum - Nach heftigen Diskussionen ist die Zukunft von Opel in Bochum klar: 1.800 Leute müssen gehen. Außerdem hat der Betriebsrat weitere Entschädigungen durchgesetzt.

Beim geplanten Abbau von 1.800 Jobs im Bochumer Opel-Werk haben Werksleitung und Betriebsrat einen Kompromiss gefunden. Demnach wird die Personalverringerung voll umgesetzt, jedoch zeitlich gestreckt. Schnell entschlossene Mitarbeiter, die das Unternehmen verlassen oder an andere Opel-Standorte wechseln, erhalten zusätzlich zur Abfindung oder Wechselprämie weitere Anreize in Höhe mehrerer Monatsgehälter. Das teilte Opel-Sprecher Alexander Bazio am Dienstag in Bochum mit. Der Stellenabbau gehört zum europäischen Sanierungsprogramm des Mutterkonzerns General Motors (GM), mit dem 8.000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen.

Nach der Einigung sei er optimistisch, dass sich nun ausreichend Freiwillige melden, sagte Bazio. Bis Mitte August dauere die “Freiwilligenphase“. Anschließend seien auch betriebsbedingte Kündigungen als letztes Mittel möglich. “Ohne Personalabbau ist das Werk einfach nicht zukunftsfähig“, sagte er.

Die Restrukturierungspläne waren zuvor monatelang umstritten. Eine Schiedsstelle unter der Leitung des früheren Präsidenten des Bremer Landesarbeitsgerichts, Martin Bertzbach, hatte beide Seiten beraten.

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Der Deutsche Aktienindex, der DAX, zeigt die Entwicklung der 30 größten beziehungsweise umsatzstärksten deutschen Unternehmen.   © dpa
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Jedes Jahr im September gibt es einen ordentlichen Anpassungstermin für die im DAX geführten Unternehmen. Unter dem Jahr finden nur eine Anpassung statt, wenn ein Unternehmen aus den Kriterien herausfällt. © dpa
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Adidas ist nach Nike der größte Sportartikel-Hersteller weltweit. Das Unternehmen mit Sitz in Herzogenaurach besitzt die Marken Adidas, Reebok und TaylorMade. Gründer Adi Dassler sprach angeblich jahrelang kein einziges Wort mit seinem Bruder und Erzrivalen Rudi Dassler, dem Gründer von Puma. © dpa
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Die BASF SE hieß früher Badische Anilin & Soda-Fabrik. SE steht für Societas Europaea. Das ist der Name einer Rechtsform von Aktiengesellschaften in der EU. Das Unternehmen BASF ist der weltgrößte Chemiekonzern. Der Firmensitz ist in Ludwigshafen. © dpa
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Die Bayer AG ist vor allem für die Herstellung von Arzneimitteln bekannt. Das Ursprungsunternehmen wurde bereits 1863 gegründet. Seit 1897 vertreibt Bayer das Medikament Aspirin. Die Bayer AG ist eine Holding-Gesellschaft, die aus 350 Gesellschaften besteht und 100 000 Mitarbeiter hat. © dpa
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Die Nivea-Creme ist bereits seit 1911 auf dem Markt. Das Unternehmen Beiersdorf, dass sie bis heute herstellt wurde 1882 von dem Hamburger Apotheker Paul Carl Beiersdorf gegründet. Heute ist das Unternehmen weltweit aktiv und produziert verschiedenste Kosmetikartikel und Konsumgüter. © dpa
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Die Commerzbank AG ist das zweitgrößte Kreditinstitut Deutschlands. Sie betreut etwa 15 Millionen Kunden auf der ganzen Welt. Bei der Weltwirtschaftskrise 1931 war die Commerzbank bereits so wichtig, dass die Reichsregierung ein Bankenrettungspaket inklusive einer Zwangsfusion für das Institut auflegte. © dpa
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Fresenius Medical Care ist eigenständig an der Börse gelistet. Das Unternehmen ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Dialysepatienten. © dpa
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Die Heidelberg Cement AG ist der viertgrößte Zementhersteller weltweit. Die Unternehmensgeschichte beginnt mit dem Bierbrauer Johann Philipp Schifferdecker, der 1873 die in Konkurs gegangene Bergheimer Mühle kaufte. © dpa
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SAP stellt Software her. Computerprogramme  für Geschäftsprozesse wie Buchführung, Vertrieb oder Lagerhaltung machen den Schwerpunkt der Produktion aus. SAP ist der viertgrößte Softwareproduzent der Welt und der größte in Europa. © dpa
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Siemens wurde 1847 als Baufirma für Telegraphen gegründet. Nach der Pleite der Tochter Siemens mobile ist das Unternehmen nicht mehr in der Kommunikationsbranche aktiv. Geschäftsbereiche sind unter anderem Medizintechnik, Turbinen und Schienenfahrzeuge. © dpa
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Die TyssenKrupp AG ist das größte Rüstungsunternehmen in Deutschland. In der Geschichte der Industrialisierung Deutschlands spielten der Konzern und seine Vorgängerunternehmen eine bedeutende Rolle. Sie hatten nicht nur auf die Industriepolitik sondern auch auf Innen- und Außenpolitik maßgeblichen Einfluss. © dpa
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Die Volkswagen AG ist der größte Auto-Hersteller Europas. Zum Konzern gehören die Marken Audi, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Seat, Skoda, VW, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Scania. Auch an der Porsche AG ist Volkswagen beteiligt. © dpa

Der Bochumer Betriebsrat war am Abend nicht mehr zu erreichen. Er hatte den Stellenabbau in der vorgeschlagenen Höhe zunächst abgelehnt und stattdessen Arbeitszeitverkürzung nach VW-Beispiel und Kurzarbeit vorgeschlagen. Außerdem hatte die Arbeitnehmervertretung den Erhalt der Getriebefertigung in Bochum mit etwa 300 Beschäftigten verlangt. Hier setzte sie sich teilweise durch: Die Schließung der Getriebeproduktion wurde von Ende 2011 auf Ende 2013 verlegt, was den Gesamtabbau zeitlich nach hinten streckt.

Derzeit arbeiten im Bochumer Werk nach Opel-Angaben noch rund 4.200 Beschäftigte. 600 der abzubauenden Stellen sind schon gestrichen. Im laufenden Jahr müssten noch 600 Stellen abgebaut werden, sagte Bazio.

Mitarbeiter, die freiwillig gehen, kassieren Abfindungen von bis zu 250.000 Euro. Zusätzlich seien noch Anreize von bis zu acht Bruttomonatsgehältern vereinbart worden. 300 Arbeitsplätze stelle Opel in Rüsselsheim und im Testzentrum Dudenhofen zur Verfügung. Die dafür angebotene Wechselprämie von 10.000 bis 25.000 Euro sei um bis zu fünf Bruttomonatsgehälter erhöht worden, sagte Bazio.

dpa

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