Deutsche verdienen mehr als im Vorjahr

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Deutsche Arbeitnehmer haben wieder mehr Geld in der Lohntüte.

Düsseldorf - Gute Nachrichten für mehr als 15 Millionen Beschäftigte: Die tariflichen Einkommen sind in Deutschland dieses Jahr bisher deutlich stärker gestiegen als im Vorjahr.

Das teilte ein Sprecher der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Mittwoch in Düsseldorf in einer Halbjahresbilanz mit. “In den meisten Branchen wurden für dieses Jahr Tarifsteigerungen von 3 bis 4 Prozent und mehr vereinbart“, zitierte der Sprecher aus den Daten des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI).

Im Schnitt aller vereinbarten Lohnsteigerungen gab es 2,7 Prozent mehr Geld, hieß es in der Mitteilung. “In der Metall- und Elektroindustrie setzte die IG Metall eine Tariferhöhung von 4,3 Prozent bei einer Laufzeit von 13 Monaten durch, in der chemischen Industrie vereinbarte die IG BCE eine Tariferhöhung von 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von 19 Monaten.“ Die Inflationsrate lag zwischen Januar und Juni dieses Jahres zwischen 1,7 Prozent und 2,3 Prozent.

“Diese vorläufige Tarifbilanz zeigt, es geht aufwärts“, folgerte der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Reinhard Bispinck. Die Tariflöhne würden in diesem Jahr im Durchschnitt “real spürbar steigen“. Zudem hätten die Gewerkschaften bei der Übernahme der Auszubildenden und bei der Leiharbeit tarifpolitische Fortschritte durchgesetzt.

“Rechnet man die diesjährigen Tarifabschlüsse für rund 7,0 Millionen Beschäftigten mit ihren unterschiedlichen Laufzeiten auf das Jahr um, dann ergibt sich eine vorläufige jahresbezogene Tarifsteigerung gegenüber 2011 von nominal 3,0 Prozent“, berichtete der Sprecher. Für die 8,3 Millionen Beschäftigten mit länger laufenden Abschlüssen aus den Vorjahren ergebe sich für 2012 dagegen eine jahresbezogene Tarifsteigerung von 2,5 Prozent.

dpa

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