Einzelhandel erwartet Wachstum in 2012

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Der Konsum in Deutschland zeigt sich stabil.

Berlin - Der deutsche Einzelhandel rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatzwachstum von 1,5 Prozent auf 420,6 Milliarden Euro. Das wäre allerdings eine geringere Steigerung im Vergleich zum Vorjahr.

“Der Handel zeigt sich weiterhin robust“, sagte Stefan Genth, der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), am Dienstag in Berlin. Voraussetzung für ein drittes Wachstumsjahr in Folge sei aber, dass die Euro-Schuldenkrise bewältigt werde.

Das vergangene Jahr hatte der Handel nach Genths Angaben mit einem Plus von 2,4 Prozent abgeschlossen. Berücksichtige man die Preissteigerung, bleibe ein Zuwachs von 1,2 Prozent. “Steigende Einkommen und die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt haben den Konsum beflügelt“, sagte Genth, auch wenn von einem “Konsumrausch“ nicht die Rede sein könnte. Die Zahl der Beschäftigten sei um gut 60 000 gestiegen. Rund drei Millionen Menschen arbeiten nun im Handel.

Alles teurer geworden: So viel mehr müssen Sie in 2012 jetzt bezahlen

Hohe Energiekosten treiben die Preise an: Beispielsweise ist der Preis von Heizöl um 13,9 Prozent gestiegen. © dpa
Auch für Strom zahlt man mehr: plus 7,1 Prozent. © dpa
Butter macht dick - und wer in Zukunft nicht 10,4 Prozent mehr zahlen will, verzichtet drauf. © dpa
Molkereiprodukte sind fast alle teurer geworden: Für Sahne zahlt man jetzt 12,9 Prozent mehr. © dpa
Bei Fleisch ist die Preiserhöhung nicht ganz so schlimm: 4,3 Prozent ist es teurer. © dpa
Gemüse ist dagegen billiger geworden: Für Kopf- oder Eisbergsalat zahlt man 39,3 Prozent weniger. © dpa
Tomaten sind 24,1 Prozent billiger. © dpa
Ein deutlicher Preisanstieg bei alkoholfreien Getränken von 7,4 Prozent soll vor allem durch die... © dpa
... Verteurung von Kaffee um 21,8 Prozent verursacht sein. © dpa
Bei den Dienstleistungen macht sich die neue Luftverkehrsabgabe bemerkbar: Flugtickets sind um 19,4 Prozent teurer. © dpa
Die Preise für Tabakwaren sind um 3,3 Prozent gestiegen. © dpa
Frauen können aufatmen: Schuhe  und Bekleidung sind nur um 3,1 Prozent teurer. © dpa

Die Preise im Handel stiegen um zwei Prozent. Treiber waren besonders die Lebensmittelpreise, die um 2,8 Prozent zulegten. Der Preisauftrieb bei Lebensmitteln nimmt damit nach einem leichten Rückgang 2009 und einem Plus von 1,4 Prozent im Folgejahr wieder zu.

Der Umsatz im Internet wird nach der Prognose weiter wachsen, nach zehn Prozent im Vorjahr nun um 13 Prozent auf 29,5 Milliarden Euro.

dpa

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