Der Einzelhandel leidet unter der Krise

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Die mangelnde Kauflust der Deutschen macht dem Einzelhandel Sorgen.

Wiesbaden - Die sinkende Kauflust der Bundesbürger in der Krise macht dem deutschen Einzelhandel zu schaffen. Nach Schätzungen sank der Umsatz real um zwei Prozent.

Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes sank der Umsatz im Einzelhandel im vergangenen Jahr real um rund zwei Prozent, nominal sogar um bis zu 2,7 Prozent, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Auch das beginnende Weihnachtsgeschäft im November brachte nach Angaben der Statistiker keine Wende im Abwärtstrend. Bereinigt um Saison- Kalender- und Preiseffekte sanken die Umsätze erneut um 1,1 Prozent. Dabei litt der Lebensmittelhandel ebenso unter der mangelnden Kauflust wie das Geschäft mit anderen Produkten.

Wenig Hoffnung für 2010

Umsatzzuwächse gab es lediglich im Einzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf, sowie bei kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten. Für die Entwicklung im November stützten sich die Statistiker auf vorläufige Zahlen aus sieben Bundesländern. Die Zahlen kommen allerdings nicht überraschend: Der Handelsverband Deutschland (HDE) hatte bereits vor einiger Zeit für 2009 Umsatzeinbußen von zwei Prozent prognostiziert.

Auch für 2010 ist der Verband skeptisch. HDE-Präsident Josef Sanktjohanser warnte vor einigen Wochen: “Eine steigende Arbeitslosigkeit wird Konsumspielräume einengen und die Verbraucherstimmung drücken.“ Der Handel werde deshalb kaum von der erwarteten leichten gesamtwirtschaftlichen Erholung profitieren. Im Gegenteil: Die Mehrzahl der Einzelhandelsunternehmen rechne mit einer Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation, berichtete Sanktjohanser.

AP

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