Einzelhandel: zuversichtlich für Weihnachtsgeschäft

Berlin - Der deutsche Einzelhandel blickt optimistisch auf das Weihnachtsgeschäft und das kommende Jahr. Der Handel bleibt nach wie vor eine Stütze der Konjunktur, so die Prognose.

“Wir können im kommenden Jahr zu den Motoren der Konjunkturentwicklung in Deutschland gehören“, sagte der Präsident des Handelsverbands Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser, der “Welt“ (Samstagausgabe). Damit setze sich die gute Branchenentwicklung aus 2009 und 2010 fort, als der Handel ebenfalls eine der großen Stützen der Konjunktur gewesen sei.

Mit Blick auf das anstehende Weihnachtsgeschäft zeigte sich Sanktjohanser ebenfalls optimistisch. “Es wäre erstaunlich, wenn die Konsumenten in diesem Jahr nicht deutlich mehr Geld für Geschenke ausgeben würden als im vergangenen Jahr.“ Eine konkrete Prognose will der Verband kommende Woche vorstellen. Die ersten Ergebnisse seien aber vielversprechend. “Vielleicht können wir dann sogar unsere bislang gültige Jahresprognose etwas übertreffen“, sagte Sanktjohanser.

Angesichts der erfreulichen Branchenentwicklung übte Sanktjohanser scharfe Kritik an der Politik. “Leider wird das in der Politik nicht entsprechend wahrgenommen und gewürdigt. Das produzierende Gewerbe scheint offenbar mehr sexy zu sein. Vielleicht liegt es daran, dass wir keine schillernde Exportbranche sind“, sagte er. Der Handel “werde schlichtweg diskriminiert“. Als Beispiel verwies er auf die aktuelle Neuregelung der Ökosteuer.

Derzufolge werden Unternehmen mit hohem Energieverbrauch weniger stark belastet als ursprünglich geplant - etwa die chemische Industrie, Stahl- und Aluminiumkonzerne oder auch Zementhersteller. “Dass aber auch der Einzelhandel mit seiner Beleuchtung und seinen Kühlketten und Klimaanlagen eine der energieintensivsten Branchen in Deutschland ist, interessiert offenbar nicht“, sagte der Verbandschef. Durch die Ökosteuer entstünden den Handelsunternehmen jedoch Mehrkosten von 500 Millionen Euro.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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