Elektrische Geräte heute Standard in Haushalten

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Gehört zum Standard in vielen deutschen Haushalten: der Wäschetrockner.

Wiesbaden - Gestern Luxus, heute Standard: Vier elektrische Geräte sind flächendeckend in den meisten deutschen Haushalten zu finden. Ein Fortschritt im Vergleich zu den Sechzigern. Unterschiede gibt es aber dennoch.

Die deutschen Haushalte sind nahezu flächendeckend mit den wichtigsten elektrischen Geräten ausgestattet. Rund 90 Prozent verfügen gleichzeitig über Kühlschrank, Waschmaschine, Fernseher und Telefon, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag auf Grundlage der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) vom Jahresbeginn 2013 berichtete. Am weitesten sind Telefone und Kühlschränke verbreitet, die in nahezu jedem der gut 40 Millionen deutschen Haushalte zu finden sind. Jeweils 95 Prozent haben Fernseher und Waschmaschine.

Hinter den Zahlen steckt eine gewaltige Entwicklung des privaten Konsums: In der alten Bundesrepublik konnten 50 Jahre zuvor nur 13 Prozent der Haushalte alle vier genannten Basisgeräte als Eigentum nutzen. Bei der ersten Stichprobe 1962/63 besaßen nur 14 Prozent ein Telefon der Deutschen Bundespost. Einen Fernseher - damals noch einheitlich Schwarz-Weiß - hatte nur jeder dritte Haushalt und auch einen heute so selbstverständlichen Kühlschrank nannte erst gut die Hälfte der Haushalte (52 Prozent) ihr eigen.

Beim Kauf neuer Technologien wie zum Beispiel mobiler Internet-Geräte gehen häufig die Familien voran, teilten die Statistiker weiter mit. Die in der Regel kleineren Haushalte ohne Kinder sind meistens schlechter mit Haushaltsgeräten, Unterhaltungselektronik und Fahrzeugen ausgestattet. Auch zwischen Paaren mit Kindern und Alleinerziehenden gibt es ein deutliches Gefälle.

Unterschiede sind auch zwischen Mietern und Wohnungseigentümern deutlich geworden: Die vier Basisgeräte Kühlschrank, Waschmaschine, Telefon und Fernseher sind bei den Eigentümern zu 96 Prozent sämtlich vorhanden, bei Mietern beläuft sich die Quote der Vollausgestatteten nur auf 86 Prozent. Die Schere öffnet sich weiter, wird auch noch nach einem Auto oder einer Spülmaschine gefragt. Ein Grund dafür sind den Angaben zufolge neben Einkommensdifferenzen die unterschiedlichen Haushaltsgrößen: Mieterhaushalte sind im Schnitt mit 1,7 Personen kleiner als die Eigentümerhaushalte mit 2,4 Bewohnern. Bestimmte Anschaffungen rechnen sich eher, wenn mehrere Menschen sie nutzen.

dpa

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