Das Ende der Lohnsteuerkarte: Finanzamt stellt auf Elektronik um

In diesem Jahr gibt es erstmals keinen Versand einer Lohnsteuerkarte von den Kommunen. Die Lohnsteuerkarte 2010 ist auch 2011 gültig, teilt das Finanzamt Kassel I mit. Bislang musste die Karte dem Arbeitgeber gegeben werden, der anhand der Angaben die Lohnsteuer abführte.

? Warum gibt es für 2011 keine neue Lohnsteuerkarte aus Papier mehr?

!Hintergrund ist die Umstellung auf ein elektronisches Lohnsteuerverfahren. Damit wechselt auch die Zuständigkeit für Änderungen der Lohnsteuermerkmale – Steuerklassenwechsel, Eintragung von Kinder- und anderen Freibeträgen – von den Meldebehörden auf die Finanzämter. Dadurch entfällt der Kontakt mit den Städten und Gemeinden.

? Wer ist künftig für Änderungen auf den Lohnsteuerkarten zuständig?

!Für Änderungen der Meldedaten an sich wie Heirat, Geburt, Kirchenein- oder -austritt bleiben die Gemeinden zuständig.

? Was bedeutet dies für Freibeträge, die auf der Karte 2010 eingetragen sind?

!Sie gelten auch 2011. Aber: Jeder Arbeitnehmer muss die Angaben auf der Lohnsteuerkarte im Blick haben. Ändert sich 2011 etwas (Kind geboren, Scheidung), muss er dies dem Finanzamt mitteilen.

? Was passiert, wenn man es vergisst?

!Nur mit richtigen Angaben können mögliche Nachzahlungen vermieden werden.

? Was ist, wenn man 2011 erstmals arbeitet?

!Wird 2011 erstmals eine Lohnsteuerkarte gebraucht, stellt das Finanzamt auf Antrag eine Ersatzbescheinigung aus. Ausgenommen sind Ledige, die 2011 ein Ausbildungsverhältnis als erstes Arbeitsverhältnis beginnen. Der Arbeitgeber kann Steuerklasse I unterstellen, wenn der Arbeitnehmer seine steuerliche Identifikationsnummer, sein Geburtsdatum sowie die Religion mitteilt und schriftlich bestätigt, dass es sein erstes Dienstverhältnis ist.

? Was ändert sich für den Arbeitgeber?

!Arbeitgeber dürfen die Lohnsteuerkarte 2010 nicht vernichten, sondern müssen die Eintragungen auch für 2011 zugrunde legen. (mwe)

†  www.hmdf.hessen.d e

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