Ende des Tarifstreits bei Airbus in Sicht

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Die deutschen Airbus-Mitarbeiter sehen sich am Rande ihrer Möglichkeiten.

Hamburg - Die Verhandlungen um einen Zukunftstarifvertrag für die rund 16.000 Beschäftigten des Flugzeugbauers Airbus in Deutschland stehen kurz vor dem Abschluss. Noch gibt es aber Hindernisse.

“Wir haben uns in den wesentlichen Punkten einigen können“, sagte ein IG-Metall-Sprecher am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Weitere Verhandlungen mit der Airbus-Geschäftsführung seien für Mittwoch (19. Oktober, 11.00 Uhr) in Hamburg geplant. Bis dahin solle ein Eckpunktepapier ausgearbeitet werden. “Wir gehen davon aus, den Zukunftstarifvertrag dann unter Dach und Fach bringen zu können“, erklärte der Sprecher.

Der Flugzeugbauer und die Gewerkschaft verhandeln seit eineinhalb Jahren über einen Vertrag für die deutschen Airbus-Mitarbeiter, der Beschäftigung, Standorte und Einkommen bis 2020 sichern soll.

Gigant der Lüfte: Der Airbus A380

Der Airbus A380 hoch über den Wolken.
Der Airbus A380 hoch über den Wolken. Der Gigant der Lüfte ist derzeit das größte Verkehrsflugzeug der Welt © dpa
Rumpfsektion für das Airbus-Großraumflugzeug A380
Die erste, 2004 in Hamburg fertiggestellte Rumpfsektion für das Airbus-Großraumflugzeug A380 © dpa
Airbus A380 steht 2006 in der Lackierhalle auf dem Airbus-Werksgelände
Fertig: Der erste in Hamburg-Finkenwerder lackierte Airbus A380 steht 2006 in der Lackierhalle auf dem Airbus-Werksgelände © dpa
Ein Cockpit-Segment eines Airbus A380
Ein Cockpit-Segment eines Airbus A380 wird im Januar 2009 vom neuen A380-Transportschiff "City of Hamburg" an der Airbus Kai-Anlage in Hamburg-Finkenwerder entladen © dpa
Airbus A380
Der erste Airbus A380, der im Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder an die arabische Airline Emirates ausgeliefert wurde, startete am 29.07.2008 vom Werksflughafen in Hamburg-Finkenwerder Richtung Dubai © dpa
 Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder
Egal, wo der Super-Vogel abhebt, er sorgt für Aufsehen: Tausende Airbus-Mitarbeiter feiern  im Juli 2008 im Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder die Auslieferung des ersten Airbus A380 an Emirates © dpa
 ILA auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld
Zuschauer verfolgen im Mai 2008 auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld bei einer Luftfahrtschau, wie der Airbus A380 abhebt © dpa
Der Riesenflieger 2008 in Indien bei einer Flugzeugmesse
Der Riesenflieger 2008 in Indien bei einer Flugzeugmesse © dpa
Airbus A380  2007 auf dem Flughafen in Hamburg-Fuhlsbüttel
Jede Menge Bewunderer: Ein Airbus A380 steht während der Airport Days 2007 auf dem Flughafen in Hamburg-Fuhlsbüttel © dpa
Airbus A380
Der Vogel von unten: Die Spannweite des Riesenfliegers beträgt knapp 80 Meter, die Länge der Maschine liegt bei 72, 3 Metern © dpa
Frankfurt am Main im Cockpit des A380
Wunderwerk der Technik: Ein Testpilot sitzt 2007 auf dem Flughafen in Frankfurt am Main im Cockpit des A380 © dpa
Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz im Flugsimulator für den Airbus A380 bei der Fluggesellschaft Emirates in Dubai mit Kapitän Cliff Chetcuti
Auch Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, will mit diesem Vogel abheben: Hier im Flugsimulator für den Airbus A380 bei der Fluggesellschaft Emirates in Dubai mit Kapitän Cliff Chetcuti © dpa
Airbus A380
So lässt es sich fliegen: Das Bad erster Klasse im Riesenflieger - alles vom Feinsten © dpa
Na dann gute Nacht: Ein Passagier entspannt während des Fluges im A380 in einem Liegesessel der 1. Klasse
Na dann gute Nacht: Ein Passagier entspannt während des Fluges im A380 in einem Liegesessel der 1. Klasse © dpa
Bar im Airbus A380
Drink gefällig? Eine Bar im Airbus A380 © dpa
Airbus A380
Entspannen können die Fluggäste auch im Salon  © dpa
Der Erste-Klasse-Bereich Airbus A380
Der Erste-Klasse-Bereich © dpa
Airbus A380 
Kein Halsverrenken mehr, wenn man den Monitor nicht gut im Blick hat. Jeder Passagier hat seinen eigenen Bildschirm © dpa
 Airbus A380
Auch die australische Airline Qantas fliegt seit  2008 einen Airbus A380 © dpa

Der Konzern hatte zuletzt sein Angebot bekräftigt, bis 2020 keine Stellen zu streichen, dafür aber deutliche Produktivitätssteigerungen verlangt. Die IG Metall bezeichnete diese Forderung als “nicht realisierbar“. Steigerungsraten von acht Prozent pro Jahr seien den Beschäftigten nicht zuzumuten, erklärte IG-Metall-Bezirksleiter Meinhard Geiken. In vielen Bereichen arbeitete die Belegschaft schon jetzt am Rande des Möglichen.

Ende vergangener Woche waren rund 11.000 Airbus-Beschäftigte in den vier deutschen Airbus-Werken Hamburg, Bremen, Stade und Buxtehude in den Ausstand getreten.

dapd

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