Energie der Erde effektiv nutzen

Innovativ: das GRD-System.

Öl und Gas werden immer teurer, nicht zuletzt, da sich die Vorräte fossiler Brennstoffe in absehbarer Zeit dem Ende entgegen neigen. Verbraucher interessieren sich aus diesem Grund verstärkt für alternative Energien, die zugleich auch die Umwelt schonen. „Wer verlässliche Heizkosten haben möchte, ist mit der Entscheidung für eine Erdwärmesondenanlage gut beraten“, erklärt Martin Müller Ruhe, Diplom-Kaufmann bei H. Anger’s Söhne Bohr- und Brunnenbaugesellschaft mbH. Das Unternehmen aus Hessisch-Lichtenau setzt solche Projekte um. Mithilfe einer Erdwärmesonde erhält man Zugriff auf konstante Wärmelieferungen aus dem Inneren der Erde, die keinen Preissteigerungen unterliegt.

Die Gewinnung von Energie aus Erdwärme nennt man auch Geothermie. Diese Energie besteht etwa zu dreißig Prozent aus Restwärme, die durch die Entstehung der Erde verursacht wurde. Die Temperatur dicht unter der Erdoberfläche beträgt im Mittel etwa zehn Grad Celsius und nimmt zum Erdinneren hin um etwa drei Grad Celsius pro hundert Meter Tiefe zu. In Tiefen zwischen 2000 bis 5000 Metern herrschen Temperaturen zwischen neunzig und 140 Grad Celsius.

Von der Planung bis zur Inbetriebnahme

H. Anger’s Söhne setzt Geothermie-Projekte von der Planung bis zur Inbetriebnahme für Privatkunden in Neubauten und vorhandenem Baubestand, für Kommunen, Industrie- und Gewerbebetriebe um. Neue Bohrverfahren und -techniken ermöglichen in diesen Bereichen eine problemlose Umsetzung. Sie zeichnen sich unter anderem durch geringeren Aufwand, niedrigere Kosten und eine Minimierung von Flurschäden aus.

Das Unternehmen nutzt dafür unter anderem das innovative GRD-System (Geothermal Radial Drilling). Das Verfahren ermöglicht, dass Erdwärmesonden von einem kleinen Schacht aus strahlenförmig in alle Richtungen und Neigungen, auch unterhalb von Gebäuden eingebracht werden können. Zu den Vorteilen zählen: Geringere Investitionskosten, leichterer Grundstückszugang, geringe Aufstellfläche, kurze Installationszeit, leichter Sondeneinbau durch einfach zu bedienende Technik und ein Zeit wie auch Kosten sparendes Sondenstecksystem. Das GRD-System eignet sich somit beim Wechsel von Heizungen, in dicht bebauten Wohngegenden, auf kleinen Grundstücken und auch in Neubaugebieten.

„Interessant ist Geothermie für Industrie- und Gewerbekunden auch, da damit Lager und Produktionshallen nicht nur im Winter beheizt, sondern auch im Sommer gekühlt werden können. So können die Kosten für eine Klimaanlage gespart werden“, erklärt Waldemar Müller-Ruhe, Diplom-Ingenieur und geschäftsführender Gesellschafter der H. Anger’s Söhne Bohr- und Brunnenbaugesellschaft mbH.

Auf einer Mitgliederversammlung am 12. September in Celle wurde Waldemar Müller-Ruhe zum neuen Präsidenten des GtV-Bundesverbandes Geothermie gewählt. „Nach der Durchführung zahlreicher Geothermieprojekte möchte ich meine Erfahrungen aus der Praxis nun als Präsident des GtV-Bundesverbandes Geothermie für die Branche einsetzen. Auf der Agenda stehen dabei unter anderem Themen wie die technologische Weiterentwicklung im Tiefbohrsegment, die Qualitätssicherung im Bereich der oberflächennahen Geothermie sowie die verstärkte Information der Politik und Öffentlichkeit über die großen Vorteile geothermischer Energienutzung“, sagt Waldemar Müller-Ruhe. HKK

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.