Stromerzeugung auf hoher See

Energiewende: Darum könnte Offshore-Windparks die Zukunft gehören

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2017 erzeugten die Windparks auf See nach Branchenangaben 18,3 Terawattstunden Strom und damit fast 50 Prozent mehr als im Vorjahr.

Als Hindernis für den Kohleausstieg wird gerne der drohende Arbeitsplatzverlust angegeben. Doch ist dem wirklich so? Die Offshore-Windenergie befindet sich auf dem aufsteigenden Ast.

Berlin - Die Windenergie-Branche fordert auch angesichts von Kostensenkungen einen deutlich stärkeren Ausbau der Windparks auf See. Die Offshore-Windenergie könne einen deutlich größeren Beitrag als bisher leisten, sagten Branchenvertreter am Mittwoch in Berlin. Die massiven Kostensenkungen im Bereich der erneuerbaren Energien eröffneten neue Potenziale und zeigten deutlich, dass vergleichsweise junge Technologien inzwischen weitgehend wettbewerbsfähig seien.

Im vergangenen Jahr erzeugten die Windparks auf See nach Branchenangaben 18,3 Terawattstunden Strom und damit fast 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Reduzierung des Windenenergie-Ausbaus durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) - besonders Anfang der 2020er Jahre - bremse allerdings die positive Entwicklung der Offshore-Windindustrie. Die Ausbaukorridore für Windenergie müssten erheblich ausgeweitet werden. Dies sei auch klimapolitisch notwendig.

Offshore-Windbereich mit großer Rolle für Industriestandort Deutschland

Durch ein höheres Ausbauvolumen seien weitere Kostensenkungen möglich. Ein höheres Ausbauvolumen im Offshore-Windbereich sei außerdem für mehr Beschäftigung und Wertschöpfung am Industriestandort Deutschland von großer Bedeutung. Aktuell arbeiteten bereits etwa 20.000 Menschen in der Offshore-Windindustrie, bei einem jährlichen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro.

Zugleich dürfe es beim Ausbau der großen Übertragungsnetze keine weiteren Verzögerungen geben, betonten Vertreter etwa des Bundesverbands Windenergie sowie der Stiftung Offshore-Windenergie. Die künftige Bundesregierung müsse einen verbindlichen Rahmen für die Energiewende auflegen. Nur durch intensivierte Anstrengungen im Bereich Forschung und Entwicklung könne Deutschland seine Technologieführerschaft im Offshore-Windenergiebereich halten.

dpa

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