Energiewirtschaft warnt: Der Strom wird teurer

Berlin - Nach Ansicht des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft werden Verbraucher beim Bezahlen der Stromrechnung bald tiefer in die Tasche greifen müssen. Warum das so ist:

Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller sagte am Montag im ARD-“Morgenmagazin“, Gründe seien unter anderem die Förderung erneuerbarer Energien und die Kosten für den Netzausbau, um zu einer CO2-freien Stromerzeugung zu kommen.

Um die Versorgung vor dem kommenden Winter sicherzustellen, dürften zunächst keine weiteren Atomkraftwerke mehr vom Netz genommen werden, sagte Müller. Durch die bisherigen Abschaltungen seien bereits über 8000 Megawatt vom Netz gegangen. Auch gehöre es “zur Wahrheit dazu, dass wir natürlich noch auf lange Zeit konventionelle Gas- und Kohlekraftwerke brauchen“, sagte sie.

Das Tempo des Aufbaus neuer Netze müsse die Energiewirtschaft “verzwanzigfachen“. Da Strom mit Solar- und Windenergie dezentral erzeugt werde, würden “Hunderttausende Kilometer“ an neuen Stromleitungen gebraucht. Auch sollten Behörden den Bau von Windparks schneller genehmigen und die Bundesnetzagentur künftig klarer regulieren. “Bund und Länder müssen besser zusammenarbeiten als in der Vergangenheit“, sagte Müller.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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