Rehabilitation

Entschädigung für verurteilte Homosexuelle

+
Mindestens 3000 Euro Entschädigung erhalten Menschen, die wegen einvernehmlich homosexueller Handlungen verurteilt wurden. Foto: Manuel Lopez/KEYSTONE/dpa

Menschen, die nach dem 8. Mai 1945 wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen verurteilt wurden, sind durch ein neues Gesetz strafrechtlich rehabilitiert. Und ihnen steht eine Entschädigung zu, die sie beim Bundesamt für Justiz beantragen können.

Bonn (dpa/tmn) - Einvernehmliche homosexuelle Handlungen standen in Deutschland früher unter Strafe. Nach damaligem Recht verurteilte Menschen werden nun aber rehabilitiert und können eine Entschädigung von mindestens 3000 Euro beantragen.

Das entsprechende Gesetz ist seit dem 22. Juli in Kraft. Darauf weist das Bundesamt für Justiz (BfJ) hin. Die Urteile, die aufgrund der entsprechenden Paragrafen in den Strafgesetzbüchern der Bundesrepublik und der DDR gefällt wurden, werden automatisch aufgehoben.

Ihre Entschädigung können Verurteilte beim Bundesamt formlos beantragen. Beigefügt werden sollte aber eine Ausfertigung des Urteils oder eine Rehabilitierungsbescheinigung. Das BfJ bietet auf seiner Webseite auch ein passendes Antragsformular an.

Eine Rehabilitierungsbescheinigung bestätigt die Aufhebung des Urteils und kann bei der zuständigen Staatsanwaltschaft beantragt werden. Wer eine Haftstrafe verbüßen musste, sollte nach BfJ-Angaben zusätzlich entsprechende Nachweise beifügen.

Fragen und Antworten des Bundesamtes für Justiz zur Entschädigung

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.