Entschädigungen für Ölkatastrophe drücken BP in Verlustzone

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Der Ölkonzern hatte sich Anfang Juli mit Behörden auf die Zahlung von maximal 18,7 Milliarden Dollar als Entschädigung für Schäden bei der Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon" geeinigt. Foto: US Coast Guard/Archiv

London (dpa) - Der britische Ölkonzern BP ist wegen milliardenschwerer Entschädigungszahlungen für Schäden bei der Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon" tief in die Verlustzone gerutscht.

Unter dem Strich stand im zweiten Quartal ein Verlust von 5,8 Milliarden Dollar (5,2 Mrd Euro), nach einem Gewinn von 3,4 Milliarden ein Jahr zuvor, wie der Konzern in London mitteilte. Anfang Juli hatte sich der Konzern mit Behörden auf die Zahlung von maximal 18,7 Milliarden Dollar als Entschädigung für Schäden bei der Explosion der Ölplattform geeinigt. Die Zahlung soll auf 18 Jahre gestreckt werden.

Auch im laufenden Geschäft lief es für den Konzern wegen des niedrigen Ölpreises im zweiten Quartal nicht wirklich rund. Der bereinigte Gewinn zu Wiederbeschaffungskosten sank im Jahresvergleich von 3,6 auf 1,3 Milliarden Dollar und damit stärker als von Analysten erwartet. Neben dem Preisrückgang beim Öl machte BP auch die starke Abwertung des Rubel zu schaffen. Dies führte zu einem Gewinneinbruch beim Rosneft-Anteil. BP hält fast ein Fünftel am größten russischen Ölproduzenten.

Im Jahresvergleich stehen die Ölpreise weiterhin kräftig unter Druck. Konzernchef Bob Dudley wappnet den Konzern für eine längere Periode niedriger Preise. Er kappt deshalb die Investitionen und verkauft Unternehmensteile in Milliardenhöhe. An der Dividende will er nicht sparen. Für das zweite Quartal sollen 10 Cent je Aktie an die Aktionäre gehen.

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