E.on-Mitte-Vorstand Wilckens geht Ende Februar - Stolperstein Konzessionsvertrag

Kassel/Göttingen. Bei E.on-Mitte gärt es. Für Unstimmigkeit sorgt ein Konzessionsvertrag mit dem Kreis Altenkirchen, der Vorstandschef Henrich Wilckens (63) bei der Konzernzentrale in Ungnade fallen ließ.

Henrich Wilckens

Die Zeit drängt: Zum Jahresende laufen für die meisten der 211 Kommunen im E.on-Mitte-Gebiet die Konzessionsverträge aus. Damit verliert der Versorger quasi das Wegerecht für das Stromnetz. Bislang hat E.on-Mitte bei 72 Kommunen den Zuschlag bekommen, mit 125 Partnern laufen noch die Verhandlungen, sagt E.on-Mitte-Sprecher Günther-Michael Birmes. Ein normaler Vorgang, ergänzt er. Gerade mal ein Drittel, obwohl E.on-Mitte Zugeständnisse an die Kommunen gemacht hat: So können sie die neuen, über 20 Jahre laufenden Verträge kündigen. Auch soll die Konzessionsabgabe – zuletzt 41 Millionen Euro – in monatlichen Abschlägen statt halbjährlich überwiesen werden.

Die Zeit drängt: Zum Jahresende laufen für die meisten der 211 Kommunen im E.on-Mitte-Gebiet die Konzessionsverträge aus. Damit verliert der Versorger quasi das Wegerecht für das Stromnetz. Bislang hat E.on-Mitte bei 72 Kommunen den Zuschlag bekommen, mit 125 Partnern laufen noch die Verhandlungen, sagt E.on-Mitte-Sprecher Günther-Michael Birmes. Ein normaler Vorgang, ergänzt er. Gerade mal ein Drittel, obwohl E.on-Mitte Zugeständnisse an die Kommunen gemacht hat: So können sie die neuen, über 20 Jahre laufenden Verträge kündigen. Auch soll die Konzessionsabgabe – zuletzt 41 Millionen Euro – in monatlichen Abschlägen statt halbjährlich überwiesen werden.

Doch solche Engagements müssen sich rechnen, so sind die Vorgaben von E.on-Energie München. Bereits im Spätherbst hatten die Münchner Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des Altenkirchen-Engagements geäußert, konnten sich als Mehrheitsaktionär (73,3 Prozent) aber im Aufsichtsrat nicht gegen Landräte (26,7 Prozent) und Arbeitnehmervertreter durchsetzen. Diese unterschiedliche Auffassung über das Engagement habe dazu geführt, warum das Vorstandsmandat von Wilckens vorzeitig zum 24. Februar beendet wird, heißt es aus dem Umfeld des Unternehmens. Letztlich sei E.on die zu erwartende Marge aufgrund von Investitionsverpflichtungen zu gering.

Denn der milliardenschwere Energieriese muss sparen. Investments wie der Kauf der spanischen Endesa brachten nicht den gewünschten Ertrag, sondern Wertberichtigungen. Zudem hat der Konzern 2007 vor der Krise ein 60-Milliarden-Investitionsprogramm auf den Weg gebracht. Zwar wird der Energieriese einen Milliarden-Gewinn ausweisen, aber das Verhältnis von Ertrag zu Verschuldung hat sich verschlechtert. Dies bekommt Regionalversorger E.on-Mitte über Margendruck zu spüren.

Noch ist unbekannt, wer Nachfolger von Wilckens wird. Spekuliert wird, dass Georg von Meibom den Posten übernimmt, doch E.on-Mitte-Sprecher Birmes winkt ab: „Uns sind keine geplanten Veränderungen bekannt. Herr von Meibom ist Vorstandsmitglied für die Bereiche Geschäftssteuerung, Recht und Informationssysteme.“ Fest steht, dass E.on-Mitte-Aufsichtsrats-Chef, Hartmut Geldmacher (55), am 24. Februar, wenn das Gremium zusammentritt, seinen Vorsitz an Dierk Paskert (49) abgeben soll. Das sei schon länger entschieden, bestätigt E.on-Energie-Sprecher .Josef Nelles.

Rubriklistenbild: © Archiv

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.