Erdgas-Trio fährt voran

Verkehrsclub: Kleinstwagen des VW-Konzerns mit bester Umweltbilanz

Das Siegertrio: Die Erdgasfahrzeuge (von rechts) VW Eco Up, Skoda Citigo CNG Green tec und Seat Mii Ecofuel sind laut Studie des Verkehrsclubs Deutschland am saubersten. Foto: Privat

Berlin. Ein Erdgasfahrzeug-Trio des VW-Konzerns hat den ersten Platz der Auto-Umweltliste des ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) belegt. Er bewertet jedes Jahr Automodelle nach ihrer Ökobilanz.

Die Spitze verteidigte beim Test von 400 Modellen der VW Eco Up (Preis ab 12.950 Euro). Mit ihm gleichauf liegen die antriebstechnisch identischen Modelle Seat Mii Ecofuel (ab 12.000 Euro) und Skoda Citigo CNG Green tec (ab 13.000 Euro).

Zu den ökologischsten Autos zählen wie schon im Vorjahr der Lexus CT 200h und der Toyota Prius Hybrid. Den fünften Rang belegte der Golf 1.4 TGI Blue Motion, der laut einem VW-Sprecher erst in den nächsten Wochen auf den Markt kommt.

Neben den Autos des VW-Konzerns waren ausschließlich Japaner unter den Fahrzeugen mit der besten Ökobilanz. Außer Lexus und Toyota war auch je ein Modell von Mitsubishi, Nissan und Suzuki vorne in der Wertung zu finden.

In den drei Kategorien Lärmbelästigung, CO2-Ausstoß und dem Ausstoß anderer Schadstoffe wie Stickoxide wiesen die drei VW-Erdgasfahrzeuge die beste Bilanz auf. Laut VCD sei an der Rangliste erkennbar, dass sich die Alternativen zu Diesel und Benzinern immer mehr durchsetzen. Unter den zehn ökologischsten Modellen befanden sich vier Erdgasfahrzeuge, fünf Hybridautos und drei kleine Benziner, wobei sich mehrere Modelle einen Platz teilten.

Reine Elektrofahrzeuge berücksichtigte der Verkehrsclub in seinem Test nicht. Der Grund sei eine zu dünne Datenlage, weil bisher nur wenige Autos verkauft wurden.

Toyota ist klimafreundlich

Beim CO2-Ausstoß erwies sich der Toyota Yaris Hybrid zusammen mit den drei VW-Kleinstwagen am klimafreundlichsten. Genau wie die drei Konkurrenten hat der Yaris Hybrid einen Ausstoß von 79 Gramm je Kilometer. Allerdings schnitten die Erdgasfahrzeuge in den beiden anderen Kategorien der Untersuchung besser ab.

„Der CO2-Grenzwert ist bislang das effektivste Instrument, um Treibhausgase zu reduzieren und die Kosten an der Tankstelle zu senken“, sagte Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des Verkehrsclubs. Daher war der CO2-Ausstoß bei der Untersuchung das bedeutendste Kriterium.

VCD kritisiert Regierung

In diesem Zusammenhang kritisierte der VCD die Bundesregierung. „Es ist absolut unverständlich, dass Kanzlerin Merkel den in der EU hart erarbeiteten Kompromiss zum CO2-Grenzwert hat platzen lassen“, sagte Lottsiepen und fügte hinzu: „Mit ihrer knallharten Klientelpolitik für Daimler und BWM schadet sie nicht nur dem Klima, sondern auch direkt den Verbrauchern.“

Die Kriterien

Zum dritten Mal hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD) seine Auto-Umweltliste veröffentlicht. Bei der Wertung wird die Note zu 60 Prozent durch den Austoß des Treibhausgases Kohlendioxid bestimmt. Die Belastung von Mensch und Natur durch Schadstoffe wie Stickoxide und Feinstaub fließt zu 20 Prozent in die Bewertung ein. Die restlichen 20 Prozent ergeben sich aus der Lärmbelästigung des Menschen. Um die Bestnote zu erhalten, müsste ein Auto 60 Gramm CO2 pro Kilometer und keine Stickoxide ausstoßen, die Euro-Abgasnorm 6 erfüllen und nicht lauter als 65 Dezibel sein. (dpa)

Von Manuel Kopp

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