Erfahrung aus anderem Beruf kann sich positiv auf Gehalt auswirken

Berlin - In jedem Job sammeln Beschäftigte Berufserfahrung. Die Expertise wirkt sich im Laufe der Jahre in der Regel auch positiv auf das Gehalt aus. Und zwar unter Umständen auch, wenn der Arbeitnehmer früher in einem ganz anderen Beruf tätig war.

Das entschied zumindest das Verwaltungsgericht Berlin (Az.: VG 7 K 302.12), wie die „Neue juristische Wochenschrift“ berichtet.

In dem verhandelten Fall hatte ein Richter geklagt. Der Mann hat während eines Urlaubsemesters eine Ausbildung zum Flugbegleiter gemacht und war während seines Jura-Studiums mehrere Jahre halbtags in diesem Beruf tätig. Die Ausbildung und den Job wollte er als besoldungsrelevante Erfahrungen anerkennen lassen.

Nachdem die zuständige Senatsverwaltung den Antrag abgelehnt hatte, zog der Richter vor Gericht. Mit Erfolg: Als Flugbegleiter habe der Kläger einer Vielzahl von Regularien in diplomatischer Form Geltung verschafft, sagten die Richter. Außerdem habe er die im Flugbetrieb auftretenden Konflikte von Menschen unterschiedlichster kultureller Hintergründe erkennen, ausgleichen und lösen müssen.

Für das Gericht war die Beschäftigung damit geeignet, die sozialkompetenzrelevanten Wesensmerkmale eines Richters - etwa die Fähigkeit zum Verhandeln und Ausgleich, seine Konflikt-, Entschluss- und Kooperationsfähigkeit sowie soziales Verständnis - zu fördern.

Rubriklistenbild: © Symbolbild dpa

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