Unsicherheit der Anleger drückt den Dax ins Minus

Frankfurt/Main - Nach einem freundlichen Auftakt ist der Dax am Freitag wegen der anhaltenden Unsicherheit der Anleger wieder in die Verlustzone abgedreht. Zeitweise fiel er unter 5000 Punkte.

Der DAX ist am Freitag unter die Marke von 5.000 Punkten gefallen. Bis gegen 12.55 Uhr büßte der Leitindex 3,3 Prozent auf 4.991 Punkte ein.

Schon an den vergangenen beiden Handelstagen war er um mehr als sieben Prozent abgerutscht. Der MDax gab noch etwas stärker um 1,34 Prozent auf 8120 Punkte nach, der TecDax verlor 1,05 Prozent auf 648 Punkte.

Leicht positiv wirkte sich zunächst die Ankündigung “starker und koordinierter Schritte“ der Finanzminister und Zentralbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenstaaten zur Stabilisierung der Weltwirtschaft aus. Laut Händlern sind deshalb nach den jüngsten Verlusten einige Schnäppchenjäger aktiv gewesen. “Doch die Ängste der Anleger überwiegen weiter“, sagte Anita Wisniewska-Paluch von Gekko Global Markets. Die Mehrheit der Investoren mache sich auf eine erste Staatspleite in Europa gefasst.

Die Adidas-Titel führten den Dax mit einem Aufschlag von 1,80 Prozent auf 46,85 Euro an und profitierten dabei von guten Zahlen und einem angehobenen Umsatzausblick des US-Rivalen Nike vom Vorabend. Zu den schwächsten Werten gehörten derweil die 2,59 Prozent leichteren Aktien von K+S. Ein Händler verwies in einem Kommentar auf die zuletzt gestiegenen Lagerbestände, die einige Börsianer verunsichert hätten. Gespräche mit dem Düngemittelspezialisten hätten allerdings eine plausible Erklärung geliefert: So würden die ersten Kali-Lieferungen nach Indien erst ab Oktober verschickt.

dpa

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