Rückläufige Preise für Solaranlagen drücken die Rendite

SMA erreicht sein Gewinnziel nur knapp

Niestetal/Kassel. Der Niestetaler Solartechnik-Hersteller SMA hat 2011 sein Umsatz- und Ergebnisziel erreicht, wagt aber derzeit keine konkrete Prognose für das laufende Jahr.

Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, belief sich der Umsatz nach vorläufigen Berechnungen auf 1,7 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) pendelte sich bei rund 240 Millionen Euro ein.

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Somit liegt der Umsatz am oberen Ende der Prognose von 1,5 bis 1,7 Mrd. Euro. Das Ebit liegt dagegen im unteren Bereich. Die Prognose hatte 220 bis bis 300 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Zum Vergleich: 2010 hatte SMA bei einem Umsatz von 1,92 Mrd. Euro ein Ebit von 516,8 Mio. Euro erzielt und damit mehr als doppelt so viel verdient wie 2011. Das zeigt den großen Margendruck infolge stark rückläufiger Preise für Solaranlagen.

Weitere Informationen über SMA finden Sie auch im Regiowiki.

SMA stellt Wechselrichter her, die den in Solarzellen gewonnenen Gleich- in netztauglichen Wechselstrom wandeln. Weltweit beschäftigt das Unternehmen fast 6000 Mitarbeiter, davon etwa 5000 in der Region.

Keine Umsatzprognose

Für dieses Jahr erwartet Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon ein leichtes Wachstum auf dem Weltmarkt für Solartechnik, schließt aber einen leichten Rückgang nicht aus. Eine verlässliche Vorhersage trifft Urbon aber unter Hinweis auf Änderungen in Einzelmärkten und die Schuldenkrise nicht. „Zum aktuellen Zeitpunkt können wir keine Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr abgeben“, erklärte der Vorstandssprecher.

Neue Fassade bei SMA am Sandershäuser Berg

Auch Analysten sind sich uneins über die weitere Entwicklung. Nach SMA-Angaben stagnierte der Weltmarkt für Fotovoltaik im vergangenen Jahr bei etwa 23 Gigawatt. Das entspricht der Leistung von 18 modernen Atomkraftwerken.

Von Jose Pinto

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