Erstattung von Kassenbeiträgen: Steuern sparen durch Verzicht

+
Privatversicherte müssen rechnen könnne. Sonst zahlen sie am Ende drauf. Foto: Arno Burgi

Berlin (dpa/tmn) - Privatversicherte können sich einen Teil der Beiträge erstatten lassen, wenn sie im Jahr keine Kosten bei der Versicherung in Rechnung stellen. Doch die Beitragsrückerstattung kann steuerliche Nachteile haben.

Viele privat Krankenversicherte haben die Wahl: Entweder sie machen die angefallenen Arzt- und Arzneikosten bei der Krankenkasse geltend - oder sie tragen die Ausgaben selbst. Oft kann es sich aber lohnen, auf die Beitragsrückerstattung zu verzichten, erklärt Erich Nöll vom Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine in Berlin.

Ein Beispiel: Ein Versicherter hat in einem Jahr für Arztbesuche und Medikamente 2000 Euro ausgegeben und kann sich aussuchen, ob er diese Kosten bei seiner Krankenkasse geltend macht oder nicht. Die Versicherung gewährt ihm im Beispielsfall eine Beitragsrückerstattung von 2500 Euro, wenn er keine Kosten geltend macht. Das ergibt eine Ersparnis von 500 Euro. Allerdings kann der Versicherte nun auch 2500 Euro weniger Krankenkassenbeiträge in seiner Steuererklärung geltend machen. Bei einem Steuersatz von 35 Prozent ergibt dies eine Einbuße von 875 Euro.

"Dieser Steuerpflichtige sollte sich demnach gegen die Beitragsrückerstattung entscheiden und die Kosten bei seiner Krankenkasse geltend machen", rät Nöll. So werden ihm die angefallenen Krankheitskosten in Höhe von 2000 Euro von der Krankenkasse erstattet. Zusätzlich ergibt sich ein Steuervorteil von 875 Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.