Tochter "Happy Size" verkauft

Fortschritte bei Rettung von Neckermann

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Die Zukunft der rund 1900 Beschäftigten am Stammsitz in Frankfurt-Fechenheim ist noch ungewiss.

Frankfurt/Main - Im Überlebenskampf des insolventen Versandhändlers Neckermann ist der Insolvenzverwaltung ein erster Teilerfolg gelungen.

Die auf Übergrößen spezialisierte und ebenfalls zahlungsunfähige Tochter Happy Size wird aus dem Gesamtunternehmen herausgelöst und vom Pforzheimer Versandhaus Klingel übernommen. Ein Großteil der rund 80 Beschäftigten werde am Standort Frankfurt übernommen, berichtete die „Pforzheimer Zeitung“ am Montag unter Berufung auf die Klingel-Geschäftsführung.

Bei einer Betriebsversammlung sollten die Happy-Size-Beschäftigten noch am Montag informiert werden. Klingel ist eines der größten Versandhäuser Deutschlands und beschäftigt am Hauptsitz Pforzheim rund 2000 Mitarbeiter.

Weiterhin ungewiss ist hingegen die Zukunft der übrigen rund 1900 Beschäftigten am Stammsitz in Frankfurt-Fechenheim. Der Betriebsratsvorsitzende Thomas Schmidt hat die Hoffnungen noch nicht aufgegeben, dass ein Investor in letzter Minute einspringen könnte. Näheres werde möglicherweise auf einer ebenfalls für Montag anberaumten Sitzung des Gläubigerausschusses herauskommen, sagte der Betriebsrat der Nachrichtenagentur dpa.

Bereits seit vergangener Woche werden die Beschäftigten von Beratern der Arbeitsagentur auf die drohende Arbeitslosigkeit vorbereitet. Am 30. September läuft die Zahlung des Insolvenzgeldes an die Beschäftigten aus, so dass bereits am Freitag die Lichter bei Neckermann ausgehen würden, falls sich keine Lösung findet. Die Insolvenzverwaltung hatte keinen Zweifel daran gelassen, dass ohne Investor die Liquidation sämtlicher Vermögenswerte anstehe.

dpa

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