Erzeugerpreise sinken massiv

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Mineralölerzeugnisse waren 26,4 Prozent billiger als ein Jahr zuvor, leichtes Heizöl sogar 47,4 Prozent.

Wiesbaden - Die Erzeugerpreise sind im Mai dank starker Rückgänge bei Energie und Metall so stark gesunken wie seit über 20 Jahren nicht mehr.

Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, lag der Index um 3,6 Prozent niedriger als im Mai 2008. Einen stärkeren Rückgang der Jahresrate hatte es zuletzt mit minus 3,7 Prozent im April 1987 gegeben. Sinkende Erzeugerpreise sind ein Frühindikator für fallende Verbraucherpreise: Viele Unternehmen geben sie mit Zeitverzögerung an ihre Kunden weiter. Im April und März lagen die Erzeugerpreise 2,7 beziehungsweise 0,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im direkten Vergleich von April zu Mai 2009 blieben die Erzeugerpreise unverändert.

Einzelne Metallsorten kosteten im Mai nur noch etwa halb so viel wie im Vorjahresmonat. Die Energiepreise gaben im Jahresvergleich um 5,8 Prozent nach, stiegen jedoch im Vergleich zum April 2009 um 0,7 Prozent. Mineralölerzeugnisse waren 26,4 Prozent billiger als ein Jahr zuvor, leichtes Heizöl sogar 47,4 Prozent. Während sich der Strom für Weiterverteiler um 7,5 Prozent verbilligte, mussten Haushalte 5,6 Prozent mehr bezahlen. Erdgas war 0,9 Prozent teurer als im Vorjahresmonat.

Nahrungsmittel kosteten 3,4 Prozent weniger als im Mai 2008. Die Preise für Milch und Milcherzeugnisse gehen nach Angaben der Statistiker seit neun Monaten kontinuierlich zurück, im Jahresvergleich waren diese Produkte um 11,8 Prozent günstiger. Dagegen verteuerten sich Fischerzeugnisse (plus 7,6 Prozent), Fertiggerichte (plus 5,0 Prozent) und Backwaren (plus 2,5 Prozent).

dpa

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