SMA erzielt zweithöchsten Gewinn der Unternehmensgeschichte

SMA-Chef Pierre-Pascal Urbon

Niestetal/Kassel. Der Solartechnik-Hersteller SMA in Niestetal (Kreis Kassel) hat im vergangenen Jahr unterm Strich 166,1 Millionen Euro verdient. Das entspricht zwar nur knapp der Hälfte des Reingewinns des Boomjahres 2010, ist aber das zweithöchste Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens.

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Grund für den Gewinnrückgang war ein Umsatzminus von 12,7 Prozent auf gut 1,67 Milliarden Euro sowie insgeammt sinkende Preise für Solaranlagen infolge von Überkapazitäten und hohen Preisdrucks gerade chinesischer Modulhersteller. Zwar stellt SMA Wechselrichter her, die den in Solaranlagen gewonnenen Gleich- in netztauglichen Solarstrom wandeln. Vom Preisverfall auf dem Dach konnten sich die Niestetaler aber nicht abkoppeln. Dennoch ist SMA das profitabelste Unternehmen der Branche, die derzeit ums Überleben kämpft. Die meisten deutschen Solarfirmen sind pleite oder insolvenzgefährdet oder kämpfen mit roten Zahlen.

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Auszüge eines Interviews mit SMA-Chef Urbon senden wir heute in der Sendung Café Lokal mit Moderator Janosch Lenhart zwischen 15 und 18 Uhr.

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Vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdiente SMA 2011 rund 240,3 Mio. Euro nach 516,8 Mio. Euro im Vorjahr. In diesem Jahr peilt das Unternehmen mit seinen weltweit rund 5500 fest Beschäftigten und 1000 Zeitarbeitern einen Umsatz von 1,2 bis 1,5 Mrd. Euro sowie ein Ebit von 60 bis 150 Mio. Euro an. 2013 soll der Umsatz wieder wachsen. Auch der Bundestag beschäftigt sich heute mit dem Thema Solarenergie: Er entscheidet über die Kürzung der Solarförderung. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz soll heute im Bundestag verabschiedet werden. Die Solar-Branche und Bundesländer hatten gegen den Entwurf scharf protestiert. (jop)

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