Verhandlungen stocken

EU-Währungskommissar bemüht sich um Einigung mit Athen

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Ohne finanzielle Unterstützung droht Griechenland in absehbarer Zeit erneut die Zahlungsunfähigkeit. Foto: Uli Deck

Athen (dpa) - Seit Wochen stocken die Verhandlungen zwischen der Regierung in Athen und den internationalen Geldgebern über das griechische Sparprogramm. Nun reist EU-Währungskommissar Pierre Moscovici zu Gesprächen mit der griechischen Führung nach Athen.

Offizieller Grund ist seine Ernennung zum Ehrendoktor der Universität Athen. Moscovici wird sich aber auch mit Finanzminister Euklid Tsakalotos und Regierungschef Alexis Tsipras sowie mit dem konservativen Oppositionschef Kyriakos Mistotakis treffen.

Zuletzt hatte Tsipras die festgefahrene Situation mit scharfen Worten kritisiert. Die Überprüfung und der Abschluss der Verhandlungen seien nicht das Problem. Es seien die ständigen Unstimmigkeiten zwischen den Gläubigern, die ein Vorankommen verhinderten, sagte Tsipras und attackierte vor allem Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Eigentlich sollten die Verhandlungen am 20. Februar abgeschlossen werden, nun sei es sogar fraglich, ob es im März klappen könnte, hieß es am vergangenen Wochenende aus griechischen Regierungskreisen. Die Zeit drängt. Im Sommer stehen für Griechenland Rückzahlungen in Milliardenhöhe an. Ohne finanzielle Unterstützung droht dem Land einmal mehr die Zahlungsunfähigkeit.

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