Sehr gute Zahlen und hervorragender Ausblick begeistern die Hauptversammlung

Euphorische K+S-Anleger auf Hauptversammlung

Rieb sich gestern angesichts hervorragender Zahlen gut gelaunt die Hände: K+S-Vorstandschef Norbert Steiner. Foto: dpa

Kassel. Die Stimmung in der Hauptversammlung des Kasseler Kali- und Salzproduzenten K+S war so gut wie selten. In bester Laune präsentierte Vorstandschef Norbert Steiner nicht nur die hervorragenden Zahlen für 2010 und das erste Quartal des laufenden Jahres.

Vor allem der Ausblick ließ die Aktionäre frohlocken. Genaue Zahlen nannte Steiner zwar nicht. Aber wenn die Geschäfte weiter so gut laufen, dürfte am Ende ein „deutlicher Umsatz- und ein kräftiger Ergebnisanstieg“ stehen. „Wir sind gestärkt aus der Krise hervorgegangen, blicken auf ein sehr erfolgreiches Jahre zurück und sind äußert gut ins neue Jahr gestartet“, fasste Steiner die exzellente Verfassung des nordhessischen Dax-Konzerns zusammen.

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K+S-Aktionäre freuen sich auf hohe Dividende

2010 war der Umsatz um 40 Prozent auf fast fünf Milliarden Euro gestiegen, der Reingewinn verfünffachte sich nahezu auf 445,3 Millionen Euro. Vom zweitbesten Ergebnis der Unternehmensgeschichte profitieren auch die Aktionäre, die eine Dividende von einem (Vorjahr: 0,20) Euro je Anteilschein erhalten.

Im ersten Quartal 2011 legte K+S noch eine Schippe drauf. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf fast 1,8 Mrd. Euro, der Reingewinn schnellte um 55 Prozent auf 272 Mio. Euro in die Höhe, was ein sehr gutes Jahresergebnis erwartet lässt.

Dass die Aussichten so gut sind, hat vor allem einen Grund: Der weltweit steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln stehen begrenzte Anbauflächen gegenüber. Ertragssteigerungen gehen nur über moderne Anbaumethoden und richtige Düngung - mit entsprechenden Auswirkungen auf die Preise. So legte der Preis für eine Tonne Standardkali seit Ende 2010 um fast 19 Prozent auf 353 Euro für europäische Kunden zu - Tendenz weiter steigend

An der Kapazitätsgrenze

7,5 Mio. Tonnen kann K+S im Jahr fördern. Mehr geben die bislang ausschließlich deutschen Gruben nicht her. Mit dem Erwerb des kanadischen Kali-Erkunders Potash One für gut 300 Mio. Euro hat sich K+S unlängst den Zugriff auf nordamerikanische Vorkommen gesichert. 1,8 Mrd. Euro wollen die Kasseler in eine neue Lagerstätte investieren, um dort ab 2015 jährlich bis zu 2,7 Mio. Tonnen Kali aus der Erde holen. Erst dann also ist ein deutliches Mengenwachstum möglich.

Angesichts der hervorragenden Zahlen und Aussichten überschütteten selbst die sonst sehr kritischen Aktionärsschützer Steiner und dessen Vorstandsteam mit Lob. „Was sie an Ergebnis und Perspektive vorgelegt haben, stimmt uns euphorisch“, sagte Hans-Martin Buhlmann. Thomas Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz attestiert K+S eine „anständige Dividende“, die für 2011 noch größer ausfallen sollte. Und Heiko Barkemeyer von der Schutzgemeinschaft der Kleinanleger sagte, dass das K+S-Motto „Wachstum erleben“ in diesem Jahr erfreulicherweise auch auf Dividende und Aktienkurs zutreffe. Letzterer hat sich in der Tat sehr erfreulich entwickelt 2010 stieg der Kurs um 41 Prozent auf den Jahresendstand von 56,36 Euro. Seither hat die Aktie jedoch etwas an Wert verloren. Gestern büßte sie drei Cent auf 53,94 Euro ein.

Von José Pinto

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