Eurokrise und Inflation belasten Konsumklima

Nürnberg - Aus Sorge vor steigenden Preisen sitzt bei den deutschen Verbrauchern das Geld nicht mehr so locker wie noch vor einigen Monaten.

Vor allem steigende Öl- und Lebensmittelpreise hätten im Mai die Konsumlaune vieler Bundesbürger leicht eingetrübt; viele zögerten bei größeren Anschaffungen, teilte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Mittwoch in Nürnberg mit. Selbst der kräftige Konjunkturaufschwung in Deutschland habe daran nichts ändern können. Belastet hat das Konsumklima nach GfK-Feststellungen auch die Schuldenkrise in Griechenland, aber auch die Unruhen in Nordafrika.

Viele Verbraucher befürchteten, dass drohende Bürgschaftszahlungen des Bundes an Griechenland zum Abbau von staatlichen Leistungen und damit zu Einkommenseinbußen bei Bürgern führten, erläuterte der Konsumforscher Rolf Bürkl. Der Konsumklima-Index dürfte nach GfK-Prognosen im Juni von 5,7 auf 5,5 Punkte sinken. Die GfK sieht darin allerdings noch keinen Hinweis auf eine bevorstehende Trendwende. So sei die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen Mai im Vergleich zum April nur vergleichsweise leicht gesunken.

Auch bewege sich der Konjunkturoptimismus trotz eines Dämpfers im Mai noch immer auf hohem Niveau. Am stärksten findet die Verunsicherung der Verbraucher beim Blick ins eigene Portemonnaie ihren Niederschlag; für die kommenden Monate rechneten Viele mit einem deutlich geringeren Einkommen als in den Vormonaten, berichtet die GfK.

dpa

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