Fürchtete Ex-BayernLB-Banker um sein Leben?

+
Glaubte Gribkowsky, dass Formel-1-Chef Ecclestone ihn umbringen lassen wollte?

München - Der ehemalige Vorstand der BayernLB, Gerhard Gribkowsky, soll sich schon vor dem Verkauf eines Anteils der Bank an die Formel 1 von deren Chef Bernie Ecclestone massiv bedroht gefühlt haben.

Lesen Sie auch:

Zeitung: BayernLB zahlte 67 Millionen an Ecclestone

BayernLB-Vorstand Gribkowsky will Millionen zurück

Deswegen soll er im Sommer 2005 Sicherheitskräfte zu seinem Schutz angeheuert haben, schreibt das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel“ unter Berufung auf Vertraute Gribkowskys. Die Bodygards hätten den heute 52-Jährigen, der seit Januar wegen Verdachts der Untreue, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung in Untersuchungshaft sitzt, bis kurz vor seiner Inhaftierung bewacht, schreibt der “Spiegel“. Warum Gribkowsky nach Erhalt der Millionenzahlungen noch jahrelang um sein Leben bangte, sei unklar. Von Ecclestone sei keine Stellungnahme zu erhalten gewesen.

Die BayernLB hatte die ihr 2002 nach der Pleite von Medienzar Leo Kirch zugefallenen Anteile an der Rennserie Ende 2005 für rund 837 Millionen Dollar an den Finanzinvestor CVC verkauft. Vermutet wird, dass Gribkowsky die Formel 1-Anteile damals zu billig an den Finanzinvestor verkaufte und im Gegenzug 50 Millionen Dollar erhielt, mutmaßlich von Firmen aus dem Umfeld der Formel 1. Wie der “Spiegel“ schreibt, boten andere Interessenten jedoch deutlich weniger - der Preis könnte also angemessen gewesen sein.

Das Online-Portal “faz.net“ hatte Anfang Februar berichtet, nach Angaben aus dem Umfeld der Bayern LB sei die Formel-1-Beteiligung “deutlich über dem Buchwert“ verkauft worden. Für das Geschäftsjahr 2006 weise die Bank in ihrer Bilanz ein Bewertungsergebnis von 328 Millionen Euro aus. Die Veräußerung der Formel-1-Anteile habe “maßgeblich zu dem positiven Ergebnis beigetragen“, zitiert “faz.net“ aus dem Geschäftsbericht.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.