Exxon-Boss: Hohe Preise sind besser für uns 

Hannover - Der Benzin-Wahnsinn geht weiter: Deutsche Autofahrer zahlen Rekordpreise an den Tankstellen - und die deutschen Erdölerzeuger sprechen schon von weiteren Erhöhungen.

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“Es gibt einen gewissen Trend zu höheren Preisen“, sagte der Vorsitzende des Wirtschaftsverbands Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG) und Europa-Chef von ExxonMobil, Gernot Kalkoffen, am Donnerstag mit Blick auf die Lage an den internationalen Rohölmärkten. “Und generell sind höhere Preise für uns natürlich besser als niedrige. Aber die weitere Entwicklung ist kaum vorhersehbar“, erklärte der Manager bei der Vorstellung der Jahresbilanz seines Verbands in Hannover.

Als wesentlichen Grund für den anhaltenden Preisauftrieb der vergangenen Jahre sieht Kalkoffen die enorm wachsende Nachfrage der Schwellenländer. Eine Rolle spielten außerdem teure Investitionen in komplexe Förderverfahren. Neben den Erzeugern bestimmten allerdings vor allem Verarbeiter und Veredler von Mineralölerzeugnissen über den Preis für Fertigprodukte wie Benzin oder Heizöl mit.

Die skurrilen Begründungen für steigende Benzinpreise

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Nach Einschätzung des Vorstandschefs der RWE Dea AG, Thomas Rappuhn, dürfte darüber hinaus die angespannte Lage im Nahen Osten die Weltmarktpreise für Erdöl und Erdgas auf einem hohen Niveau halten. “Wer hätte voraussehen sollen, dass da jemand ein Embargo ausspricht“, sagte er zu den Sanktionen der Europäischen Union gegen den Iran. Außerdem belasteten Wechselkurseffekte das Geschäft: “Das Allzeithoch für den Ölpreis ist ja eines auf Euro-Basis. Also werden weltweite Investitionen in Dollar für uns immer kostspieliger.“

dpa

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