EZB hält Zinsen im Euroraum auf Rekordtief

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Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB): Mario Draghi.

Frankfurt/Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) hält die Zinsen im Euroraum auf Rekordtief. Doch Kritiker betonen: Die extrem niedrigen Zinsen kommen nicht dort an, wo sie gebraucht werden.

Der Leitzins verharrt bei 0,75 Prozent. Das entschied der Rat der Notenbank am Donnerstag in Frankfurt, wie die EZB mitteilte. Die meisten Volkswirte hatten damit gerechnet, dass die Währungshüter von einer weiteren Zinssenkung absehen würden.

Führende EZB-Vertreter hatten in den vergangenen Wochen betont, es sei eher das Problem, dass die bereits extrem niedrigen Zinsen nicht dort ankämen, wo sie gebraucht würden. Eigentlich sollten die weit geöffneten Geldschleusen die Konjunktur stimulieren - gerade in den Krisenstaaten des Währungsraums.

Weitere Sondermaßnahmen im Kampf gegen die Schuldenkrise in Europa dürfte die Notenbank ebenfalls zunächst nicht ergreifen. Nach der EZB-Ankündigung, unter Bedingungen notfalls unbegrenzt Anleihen angeschlagener Staaten zu kaufen, hatte Notenbank-Präsident Mario Draghi eine Entspannung an den Märkten ausgemacht.

Zum Jahresauftakt darf sich die EZB angenehmeren Themen widmen: Am Nachmittag wollte Draghi in Frankfurt den überarbeiteten Fünf-Euro-Schein vorstellen, der von Mai an unters Volk gebracht werden soll. Die Währungshüter versprechen mehr Sicherheit gegen Fälscher dank neuer Wasserzeichen und Hologramme.

dpa

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