VW fährt in Ferien Vollgas - 500 Studenten helfen in der Urlaubszeit

Baunatal. Während an den VW-Standorten Wolfsburg und Emden in der Ferienzeit die Fahrzeugproduktion gedrosselt wird, fährt das Volkswagenwerk Kassel in Baunatal erstmals auch in den Sommerferien in allen Abteilungen Vollgas.

„Wir beliefern weltweit produzierende Werke, die Nachfrage ist ungebrochen hoch“, sagt Werkssprecher Rudi Stassek.

Derzeit laufen pro Tag im Werk rund 16.000 Getriebe vom Band – „eine enorme Leistung der Belegschaft“, sagt das Werksmanagement. In der Spitze sind dies ein Fünftel mehr Getriebe als noch vor einem Jahr. Die gute Auftragslage des Konzerns hat die Nachfrage im Karosseriebau, bei den Abgasanlagen und vor allem bei den Getrieben – vom Doppelkupplungs- bis zum mechanischen Getriebe – nach oben schnellen lassen. Selbst im Original-Teile-Center stieg das Auftragsvolumen um elf Prozent.

Um diese Anforderungen zu stemmen, schnellten in den vergangenen Monaten die Wochenarbeitszeiten bei einem Großteil der Beschäftigten auf bis zu 48 Stunden pro Woche nach oben. „Das hat die Arbeitszeitkonten der Beschäftigten kräftig gefüllt“, sagt Stassek. Sie werden wahlweise in Geld oder Freizeit abgegolten. Mit der zusätzlichen vierten Schicht, die schrittweise in den Abteilungen Einzug hält, sinke die Wochenarbeitszeit wieder auf die tariflich festgelegten 35 Stunden.

Damit in den Sommerferien trotzdem Familienväter und - mütter Urlaub mit den Kindern machen können, hat das Werk für die sechs Wochen in der Spitze rund 500 studentische Hilfskräfte eingestellt. Rein rechnerisch können so 1000 Mamas und Papas je drei Wochen Urlaub machen. „Wer Urlaub machen will, hat ihn bekommen“, sagt Personalchef Eric Reuting.

Aktuell beschäftigt das VW-Werk in Baunatal 13.200 Mitarbeiter sowie 1500 Zeitarbeiter. Von ihnen werden in diesem Jahr schrittweise 780 auf feste Stellen übernommen – die ersten 230 zum 1. Juli. (mwe)

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