Fälschungen: Thailand neuer Spitzenreiter

München - Das Geschäft internationaler Produktpiraten boomt weiter. Der Zoll in Deutschland hat in den ersten neun Monaten 2010 mehr gefälschte Markenprodukte beschlagnahmt als im gesamten vergangenen Jahr.

Bis Ende September griffen die Beamten rund 15 280 Lieferungen auf, 2009 waren es 9622. Bemerkenswert sei, dass die Mehrzahl der hierzulande entdeckten Fälschungen nicht mehr aus China stamme, sondern aus Thailand, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Hartmut Koschyk (CSU), am Montag bei einem Besuch der Zentralestelle Gewerblicher Rechtsschutz (ZGR) des Zolls in München. “China entwickelt sich zunehmend zu einem Land, wo eigene Marken und Patente entwickelt werden“, sagte Koschyk. Auch deshalb wachse dort die Sensibilität für das Thema Produktpiraterie.

Warum die Mehrzahl der in Deutschland beschlagnahmten Fälschungen mittlerweile aber aus Thailand komme, sei derzeit nicht klar. In den ersten neun Monaten seien rund 56 Prozent der entdeckten Lieferungen aus Thailand gewesen. Insgesamt stammen mehr als 80 Prozent der Fälschungen aus Asien. Ein Grund für den deutlich wachsenden Zustrom gefälschter Produkte sei auch der stetig wachsende Trend zum Einkauf im Internet. So kauften etliche Kunden im Netz vermeintlich günstige Angebote, die sich als Fälschung erweisen.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.