Fall Ergo: Versuchte Erpressung?

Düsseldorf - Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten Erpressung des Ergo-Konzerns eingeleitet.

Das gab Oberstaatsanwalt Ralf Möllmann am Freitag bekannt. Ergo hatte gegen einen Geschäftsmann und zwei Rechtsanwälte Strafanzeige erstattet. Das Trio soll ungerechtfertigte Forderungen in Millionenhöhe erhoben und mit einer nachhaltigen Schädigung des Unternehmens auch durch Presse-Veröffentlichungen gedroht haben. Eine Prüfung habe ergeben, dass die Vorwürfe zutreffen könnten. Ob die Behörde auch gegen Verantwortliche der Ergo wegen Betrugsverdachts ermitteln wird, sei dagegen noch nicht entschieden, sagte Möllmann. Verbraucherschützer hatten Anzeige erstattet.

Die Versicherung soll jahrelang von fehlerhaft berechneten Versicherungsverträgen gewusst haben, ohne diese zu korrigieren. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt bereits wegen Untreue gegen zwei frühere Manager der zur Ergo gehörenden Hamburg-Mannheimer.

Die Ergo-Tochter, die inzwischen den Holdingnamen trägt, hatte eine Sex-Orgie für ihre Top-Vertreter in Budapest bezahlt. Die Ermittlungen hatte die Ergo-Gruppe selbst angestoßen. Hintergrund des Erpressungsversuchs soll ein millionenschwerer Streit über Abfindungen früherer Versicherungsvertreter sein.

dpa

Rubriklistenbild: © dps

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.