Falsche Überweisung sofort der Bank melden

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Beim Ausfüllen eines Überweisungsträgers ist Konzentration gefragt, sonst kann es dauern, bis der Bankkunde sein Geld zurückbekommt. Foto: Marijan Murat

Ein Tippfehler genügt und schon landet das Geld auf dem falschen Konto. Einen solchen Fehler sollte der Kunde sofort melden, sonst wird die Sache unnötig kompliziert. Das gilt insbesondere für das Onlinebanking.

Hamburg (dpa/tmn) - Ein Zahlendreher reicht - und schon geht die Überweisung an das falsche Konto. In einem solchen Fall müssen Verbraucher schnell reagieren.

"Denn sobald die Bank den Auftrag ausgeführt hat, kann sie eine falsche Überweisung nicht mehr stoppen", sagt Kerstin Föller von der Verbraucherzentrale Hamburg. Bei einer Papierüberweisung sollte der Kunde den Fehler am gleichen Tag seiner Bank melden. Bei Onlineüberweisungen noch schneller.

Ist das Geld auf einem falschen Konto eingetroffen, muss sich der Kunde an den Empfänger wenden. Dessen Institut erfährt er über die Bankleitzahl. "Die eigene Bank ist in der Regel bei Rückbuchungen behilflich", sagt Föller. Verpflichtet dazu sei sie aber nicht. "Denn die Bank hat ja nichts falsch gemacht", erklärt der Verbraucherschützer. Sollte der Empfänger der Rückbuchung nicht zustimmen, muss im schlimmsten Fall die Rückzahlung eingeklagt werden.

Grundsätzlich gilt: Landet eine Summe fälschlicherweise auf einem Konto, darf der Kontoinhaber das Geld nicht einfach ausgeben. "Das ist sonst eine ungerechtfertigte Bereicherung", sagt Föller. Wer feststellt, dass ihm das Geld nicht zusteht, kann es zurück überweisen oder auf seinem Konto liegenlassen, bis er um sein Einverständnis zu einer Rückbuchung gebeten wird. Damit Fehlbuchungen Verbrauchern überhaupt auffallen, rät Föller, in regelmäßigen Abständen die Kontoauszüge zu kontrollieren.

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