FDP-Politiker tritt wegen Euro-Rettung zurück

Berlin - Erst sorgte er für Ärger, weil er Griechenland den Verkauf von Inseln empfahl. Nun wirft der umstrittene FDP-Politiker Frank Schäffler wegen der Euro-Rettung das Handtuch.  

Der in den eigenen Reihen umstrittene FDP-Politiker Frank Schäffler tritt aus Protest gegen das Euro-Rettungspaket von seiner Funktion im Finanzausschuss des Bundestages zurück. Er wolle bei der Abstimmung des Bundestages an diesem Freitag - anders als die FDP-Fraktion - gegen das Rettungspaket stimmen. “Daher kann ich diesen Kurs an herausgehobener Position nicht vertreten“, begründete Schäffler am Dienstag den Rücktritt vom Amt des FDP-Obmannes.

Die aktuelle Entwicklung zur Finanztransaktionssteuer zeige, dass dieser Schritt auch richtig gewesen sei. “Wir dürfen nicht alle Positionen preisgegeben. Reden und Handeln müssen mehr übereinstimmen“, erklärte Schäffler weiter.

Der Finanzexperte ist seit längerem innerhalb der FDP-Fraktion umstritten. Für Ärger in der Fraktion hatte Schäffler zuletzt mit seiner Forderung nach einem Rücktritt des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, gesorgt. Der finanzpolitische Sprecher der Fraktion, Volker Wissing, hatte dies als persönliche Auffassung Schäfflers zurückgewiesen.

Für Unmut der Parteiführung hatte Schäffler gesorgt, als er Griechenland zur Sanierung der Staatsfinanzen den Verkauf von Inseln empfohlen hatte.

dpa

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