Für die EZB wird's nicht leichter

DIW-Chef: Fed-Zinserhöhung war überfällig"

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Die US-Notenbank hat signalisiert, dass sie nur sehr langsam die Zinsen in den kommenden Jahren erhöhen wird.

Berlin - Die Fed hat mit ihrer ersten Leitzins-Erhöhung seit vielen Jahren das Kapitel "Finanzkrise" zugeschlagen. Risiken bleiben allerdings. Deshalb versprechen die US-Notenbanker, weiterhin vorsichtig zu sein.

DIW-Chef Marcel Fratzscher hat die Zinserhöhung der US-Notenbank Fed als "längst überfällig" bezeichnet, sieht aber auch Risiken.

Die US-Notenbank habe signalisiert, dass sie nur sehr langsam die Zinsen in den kommenden Jahren erhöhen werde. Dies könnte sich als zu langsam erweisen, sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) am Donnerstag in Berlin. Damit könnten sich die Risiken für die Finanzstabilität in den USA erhöhen.

Die Zinserhöhung in den USA mache es nun nicht leichter für die Europäische Zentralbank, sagte Fratzscher. "Die EZB könnte gezwungen sein, nochmals expansiver zu werden, um einen Zinsanstieg in der Eurozone zu verhindern."

Die EZB hatte die Geldschleusen gerade erst noch weiter geöffnet und unter anderem das vor allem in Deutschland umstrittene Kaufprogramm für Staatsanleihen sowie andere Wertpapiere um ein halbes Jahr verlängert. So lange das Programm läuft, will die EZB den Leitzins nahe der Nulllinie lassen.

dpa

Statement der Federal Reserve

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