Firmenpleiten in der Region gehen zurück

Kassel/Göttingen. Die Zahl der Firmenpleiten in der Region ist auf dem tiefsten Stand seit sechs Jahren, meldet die Creditreform. Im vergangenen Jahr haben 522 Unternehmen und Selbstständige Insolvenz angemeldet. Das ist ein Rückgang um 4,22 Prozent im Vergleich zu 2009.

Die konjunkturelle Erholung in Deutschland ist somit auch in der Region angekommen.

Bundesweit sind die Insolvenzen um 2,5 Prozent gesunken. Im niedersächsischen Northeim ist die Zahl mit 72 Firmenpleiten konstant geblieben. Im Kreis Göttingen stiegen sie von 83 auf 102. Das ist ein Zuwachs von 22,89 Prozent. Die Stadt Kassel und der Werra-Meißner-Kreis haben von dem wirtschaftlichen Aufschwung besonders profitiert. Hier gingen die Insolvenzen um rund 27 Prozent zurück. Verlierer ist der Landkreis Hersfeld-Rothenburg. Mit einem Firmenpleiten-Zuwachs von 23,26 Prozent bildet er das Schlusslicht.

Den kleinen Mittelstand und das Kleingewerbe hat es besonders hart getroffen. Drei Viertel der Pleiten entfallen auf Kleinstbetriebe und Selbstständige mit weniger als fünf Mitarbeitern. In Hersfeld-Rotenburg und Kassel sind sogar mehr als 80 Prozent der insolventen Betriebe Kleinunternehmen.

Obwohl die Hälfte der Insolvenzen auf den Dienstleistungssektor entfällt, hat sich die Lage in der Branche über alle Landkreise hinweg verbessert. Die Zahl der Insolvenzen sank von 52,2 Prozent in 2009 auf 46,67 Prozent im vergangenen Jahr. Lediglich in Nordheim stiegen die Pleiten in diesem Sektor von 50 Prozent auf 62,5 Prozent. Anders sieht es im produzierenden Gewerbe aus. Der Industriesektor ist mit einem Anstieg der Firmenpleiten von 9,52 Prozent auf 13,3 Prozent arg gebeutelt.

Auch im Groß- und Einzelhandel gab es einen kleinen Anstieg. Insbesondere in Kassel wuchs die Zahl der Insolvenzen auf 31,40 Prozent. Einzig der Schwalm-Eder-Kreis hat das Ergebnis mit 40 Prozent noch getoppt.

Von Alia Shuhaiber

Rubriklistenbild: © dpa

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