Flughafenchef Schwarz bezieht Stellung

BER-Debakel: Versäumnisse eingeräumt

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Der Berliner Flughafenchef Rainer Schwarz

Berlin - Der Berliner Flughafenchef Rainer Schwarz hat Versäumnisse bei den Planungen des neuen Hauptstadtflughafens eingeräumt. Von Konsequenzen will er aber nichts wissen.

„Unsere damalige Sichtweise war vielleicht geleitet von zu viel Hoffnung und zu wenig Realitätssinn“, sagte Schwarz der Berliner „B.Z.“ (Montag). Man hätte frühzeitiger Warnungen, dass der 3. Juni als Eröffnungstermin nicht mehr zu halten sei, stärker hinterfragen müssen. Zu Forderungen nach Rücktritt von der Geschäftsführung oder Entlassung sagte Schwarz: „ Mein Vertrag läuft bis 2016. Bisher habe ich meine Verträge immer eingehalten. Das habe ich auch jetzt vor.“

Obwohl er damit wahrscheinlich nicht ganz einverstanden ist, soll Schwarz trotzdem schon bald die Zuständigkeit für die Finanzen verlieren. Die Geschäftsführung solle um einen neuen Finanzvorstand erweitert werden, sagte der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba, der „Berliner Morgenpost“ vom Dienstag. Der Schritt ist eine Konsequenz aus dem Termin- und Finanzdebakel um den künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld.

Die geplante Eröffnung des Flughafens war im Mai überraschend verschoben worden. Auch der zunächst vorgesehene neue Termin im März 2013 kann wegen Problemen beim Brandschutz und Mängeln in der Bauplanung nicht gehalten werden. Zuletzt wurde der 27. Oktober 2013 als neuer Eröffnungstermin genannt.

dpa

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