Fluglotsen-Schlichtung in entscheidender Phase

Frankfurt/Main - Die Schlichtung im Tarifkonflikt zwischen Fluglotsen und Deutscher Flugsicherung (DFS) hat die entscheidende Phase erreicht. Bis zum 7. September möchte Schlichter Volker Rieble einen Vorschlag ausarbeiten.

Die Verhandlungen seien am Mittwochabend beendet worden, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) am Donnerstag. Der Schlichter, der Münchner Arbeitsrechtler Volker Rieble, hat nun bis kommenden Mittwoch (7.9.) Zeit, um eine Empfehlung auszuarbeiten. Bis zum 16. September sollen die Parteien entscheiden, ob sie den Schlichterspruch annehmen. Streiks müssen Flugreisende bis dahin nicht befürchten.

Zu Details der Verhandlungen wollten sich der GdF-Sprecher und ein Sprecher der Flugsicherung nicht äußern. Es sei Stillschweigen vereinbart worden. Der Tarifkonflikt hatte in der Vergangenheit die Arbeitsgerichte beschäftigt, im August drohte zeitweise ein Streik. Der Ausstand wurde zwei Mal in letzter Sekunde abgewendet. Die DFS rief dann den Schlichter an und löste damit eine sofortige Friedenspflicht der Lotsen aus.

Ihre Ansprüche beim Fluglotsen-Streik

Ihre Ansprüche beim Fluglotsen-Streik

Der Gewerkschaft geht es um mehrere hundert meist leitende Posten in der Flugsicherung, für welche die GdF ausführliche Qualifikationsmerkmale vorgeschlagen hat. Für die Jobs will sie etwa lange Berufserfahrungsfristen festschreiben. Die Flugsicherung sieht darin einen Eingriff in ihre unternehmerische Freiheit. Darüber hinaus verlangt die Gewerkschaft 6,5 Prozent mehr Gehalt für die mehr als 5000 Tarifbeschäftigten bei der DFS. Rund 1900 von ihnen sind Fluglotsen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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